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Schub für den Standort

Infineon schafft 800 neue Arbeitsplätze

Neubiberg – Seit gut elf Jahren befindet sich die Unternehmenszentrale des internationalen Chip- und Halbleiterherstellers Infineon am Campeon in Neubiberg. 4000 der weltweit gut 36 000 Beschäftigten arbeiten bislang bereits am zentralen Standort. Menschen aus gut 50 Nationen sind am Neubiberger Standort vertreten. Jetzt legt der Konzern personell noch einmal deutlich nach.

Insgesamt 800 Arbeitsplätze für Ingenieure in den Bereichen Forschung und Entwicklung sollen in einem neuen Gebäudekomplex am Campeon untergebracht werden (wir berichteten). Nach Auskunft von Unternehmenssprecher Gregor Rodehüser sollen die Bauarbeiten bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein. „Infineon investiert in die Zukunft“, sagt Rodehüser. „Die Erweiterung ist das Resultat der positiven Entwicklung und wachsender Umsätze in den letzten Jahren.“

Keine selbstverständliche Bestandsaufnahme eines Unternehmens, das nach der Ausgliederung aus dem Siemens-Konzern zur Jahrtausendwende und anfänglich erfolgreichem Börsengang zu Beginn der 2000er Jahre in der Folge einige wirtschaftliche Rückschläge zu verdauen hatte. Auch drastische Personalstreichungen waren die Folge. Doch aktuell verläuft die Kurve des Technik-Riesen wieder nach oben. So war der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 auf gut 5,7 Milliarden Euro gestiegen. Beim Ausbau werde „das offene Campeon-Konzept fortgeschrieben. Die Erfahrungen aus gut einem Jahrzehnt Campeon sind auch in den Bauplan eingeflossen“, erläutert Rodehüser. Der Großteil der neuen Arbeitsplätze werden dabei Büros für die Forscher und Entwickler sein. Planungen für einen noch weitergehenden Ausbau gibt es laut Rodehüser derzeit nicht.

Mit Spannung verfolgt man auch im Neubiberger Rathaus die Entwicklungen auf dem Campeon. Gerade mit Blick auf den Konzern als wichtigen Steuerfaktor und Arbeitgeber der vorwiegend aus der näheren Region stammenden Mitarbeiter. „Wir waren vom Konzern bereits in der Frühphase in Planungen umfassend eingebunden“, betont Neubibergs Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U). „Von Anfang an hat der Gemeinderat die Planungen begrüßt.“ Dass derart viele neue Arbeitsplätze entstünden, sei „für Neubiberg und die Region sehr erfreulich“.

Das habe für Neubiberg auch finanziell sehr positive Auswirkungen. Bereits im jüngsten Gemeinderat war eine erfreuliche Tendenz bei der Gewerbesteuer deutlich geworden. Hier übertrifft die Gemeinde den eigenen Ansatz im aktuellen Jahreszeitraum (10 Millionen Euro) mit 23 Millionen Euro erheblich. „Die neun großen Gewerbebetriebe in der Gemeinde stemmen 90 Prozent dieser Einnahmen“, so Heyland. Da sei Infineon ein wichtiger Faktor. Genaue Details nannte Heyland aufgrund seiner Geheimhaltungspflicht nicht. „Aber man kann schon sagen, dass uns solche Einnahmen aus der Bredouille und Zins-Dynamik von erheblichen Kreditaufnahmen berfreien. „Es geht uns momentan gut. Leider kann man das nicht auf lange Zeit prognostizieren“, sagt Heyland.

Beim Thema Verkehr bleibt der Rathauschef entspannt. „Die 800 neuen Mitarbeiter werden wohl keine großen weiteren Auswirkungen aufs gemeindliche Verkehrsnetz haben.“ Vor allem die Ost-West-Tangente über die Zwergerstraße glaubt Heyland durch die Infineon-Expansion nicht zusätzlich belastet. „Sicher dürfte auf der Unterhachinger noch etwas weiterer Verkehr entstehen – aber ich hoffe, dass die Berufs-Pendler die eigene Autobahnausfahrt am Campeon nutzen“.

Harald Hettich

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