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Der Standort des Seniorenzentrums in der Hauptstraße 12. (Archivfoto)

Kassenlage wegen Corona angespannt

Kein Geld für neues Seniorenzentrum

  • vonHarald Hettich
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Neubibergs Senioren müssen sich weiter gedulden. Weil die Kassenlage wegen Corona angespannt ist, wurde der Neubau des Seniorenzentrums vertagt. Notwendige Sanierungsarbeiten werden erledigt.

Neubiberg – Eigentlich sollte demnächst am angestammten Standort des Seniorenzentrums in der Hauptstraße 12 ein stattlicher Neubau entstehen (wir berichteten). Doch die Planungen für das ehrgeizige, zuletzt auf rund 7.5 Millionen Euro geschätzte Projekt im Schulterschluss mit der Baugesellschaft München Land liegen vor dem Hintergrund einer angespannten Haushaltslage in Corona-Zeiten auf Eis. Der Gemeinderat hatte das Projekt zuletzt auf einen Startzeitraum 2024 oder 2025 vertagt. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ versicherte zwar Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU) beim Ortstermin in der Hauptstraße mit seinen Stellvertretern Kilian Körner (Grüne), Reiner Höcherl (FW) und Vertretern des Seniorenzentrumsbeirates. Doch wann und ob das ehrgeizige Vorhaben realisiert werden kann, ist offen.

Dringende Sanierungsmaßnahmen im Altbau, die man während der vergangenen Jahre aufgrund der Neubauoptionen nicht mehr durchgeführt hatte, sollen laut Pardeller aber „zeitnah“ in Angriff genommen werden. „Spätestens 2021, möglichst aber noch in diesem Jahr soll das über die Bühne gehen“, betonte der Rathauschef auf Nachfrage.

(computer-)technische Ausstattung im Zentrum soll verbessert werden

„Dass das Neubauprojekt auf Basis der aktuellen Haushaltslage derzeit nicht realisierbar sein würde, war klar“, erklärte Rüdiger Berger, Vorsitzender des Seniorenzentrumsbeirates, auf Nachfrage. „Wenn nicht Erneuerung, dann muss wenigstens eine Ertüchtigung des Bestandsgebäudes erfolgen“, fasste er den Beschluss seines Beirates zusammen.

Wichtige Details der „Ertüchtigung“: Vor allem aufgrund der Abstandsvorgaben in Pandemiezeiten sollen Ein- und Ausgang getrennt werden. Eine Rampe soll einen barrierefreien Ausgang über den Garten im rückwärtigen Bereich des Areals ermöglichen. Um künftig auch beeinträchtigten Personen die Veranstaltungen des Zentrums im ersten Stock zugänglich zu machen, soll zwischen Erdgeschoß und erstem Stock ein Treppenlift nachgerüstet werden.

Auch soll die (computer-)technische Ausstattung im Zentrum verbessert werden. Hintergrund: In Pandemiezeiten sollen auch den Senioren verstärkt die Möglichkeiten von Video-Telefonie und Zoom-Konferenzen nähergebracht werden. Dafür müsse die Ausrüstung im Zentrum modernisiert werden, waren sich die Beteiligten einig.

Den Blick richteten Bürgermeister wie Beirat auch in die Kellertiefen. „Dort ist ein umfangreicher Schimmelbefall aufgetreten. Auch diesen müssen wir in Angriff nehmen“, sagte Pardeller. Der Rathauschef rechnet insgesamt mit Kosten „im fünfstelligen Bereich“.

Aus der Gemeinde: Solidarisch haben sich die Neubiberger Vereine gezeigt: Der TSV Neubiberg und der FC Biberg haben in der schwierigen Pandemiezeit, Spenden für die Vereinsgaststätte gesammelt.

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