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Massenkarambolage auf der A8: Einsatzkräfte proben Ernstfall
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Großübung im Neubiberger Tunnel

Massenkarambolage auf der A8: Einsatzkräfte proben den Ernstfall

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Ein Auto prallt in einen Linienbus, ein SUV fährt in einen Kieslaster, ein Wohnwagengespann kippt um. Es gibt mehrere Verletzte. Und das mitten im Neubiberger Tunnel auf der A8. Mit diesem Szenario einer Massenkarambolage übten Feuerwehren und Rettungsdienste am Samstag den Ernstfall. 

Neubiberg - Das Szenario klingt wie in einem Action-Film: In der Neubiberger Röhre, dem Tunnel auf der A8, prallt ein Auto seitlich in einen Linienbus, ein Kleintransporter fährt auf, dazwischen ein Motorradfahrer, der unter die Fahrzeuge gerät. Zu guter Letzt kippt ein Wohnwagengespann um und ein SUV kracht gegen einen Kieslaster. Es gibt 30 Verletzte, sie sind teilweise eingeklemmt in den demolierten Fahrzeugen. Eine Massenkarambolage, wie sie im realen Leben hoffentlich niemals eintritt, für die die Feuerwehren und Rettungsdienste aber gewappnet sein müssen. Deshalb haben Ottobrunns Kommandant Eduard Klas und Georg Rehm von der Unterhachinger Feuerwehr in zwei Monaten das aufwendige Übungsszenario geplant und organisiert, Schrott-Fahrzeuge und Mimen beschafft. Auch die Autobahndirektion hatte ihr Okay gegeben, dass die Autobahn am Samstag für knapp vier Stunden gesperrt werden durfte.

250 Einsatzkräfte beteiligt

Der Helikopter landet auf der Autobahn, um Verletzte abzutransportieren. 

250 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Unterhaching, Unterbiberg, Taufkirchen, Ottobrunn und Grasbrunn sowie die Standortfeuerwehr von Airbus, die Unterstützungsgruppe des Landkreises, Johanniter, Malteser und BRK arbeiteten Hand in Hand. „Die Abläufe haben prima geklappt, nach einer Stunden waren alle Verletzten aus den Fahrzeugen geholt und versorgt, so muss das sein“, lobte Kommandant Klas, der über die Taufkirchner Firma HTM extra einen Hubschrauber organisiert hat, um die Absicherung bei einer Heli-Landung zu üben. Zudem konnte so auch der Transport von Verletzten geprobt werden. Dafür wurde eine fiktive Verletztensammelstelle in der Airbus-Kantine eingerichtet. Ziel der Übung war einerseits, dass die Einsatzkräfte Routine und Erfahrungen sammeln, unter chaotischen Bedingungen gemeinsam strukturiert und effizient zu reagieren. Andererseits aber auch, um Schwachstellen aufzudecken. „Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass in dem eigentlich kurzen Tunnelstück die CO2-Werte durch die Abgase doch sehr weit nach oben gegangen sind. Das kann für alle Beteiligten sehr schnell gefährlich werden. Das ist für uns eine wichtige Erkenntnis, hier immer ein Großlüftungsgerät parat zu haben“, sagt Klas.

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