Weil es hier am Neubiberger Bahnübergang vermehrt zu schweren Rad-Unfällen kommt, fordert die Polizei die Behörden zum Handeln auf.
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Weil es hier am Neubiberger Bahnübergang vermehrt zu schweren Rad-Unfällen kommt, fordert die Polizei die Behörden zum Handeln auf.

Äußere Hauptstraße

Teils schwere Unfälle: Radl-Falle am Bahnübergang

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Die schräge Gleisführung an der Äußeren Hauptstraße in Neubiberg sorgt immer wieder zu teils schweren Unfällen. Dagegen will die Polizei jetzt etwas unternehmen.

Neubiberg – Der Reifen verkantet sich in den Schienen, der Radfahrer stürzt und verletzt sich. Erst vor Kurzem hat sich diese Szene am Neubiberger Bahnübergang Äußere Hauptstraße abgespielt – und das nicht zum ersten Mal. Deshalb will die Polizei etwas gegen die Radl-Unfälle unternehmen.

„Seit 2018 gab es hier zehn Unfälle mit Verletzten“, sagt Peter Gauser, Hauptkommissar bei der zuständigen Polizeiinspektion Ottobrunn. „Die Radlfahrer hat es teilweise auch überschlagen.“ Von den zehn Unfälle sind alleine sechs Stück im vergangenen Jahr passiert, zwei sogar in der selben Woche. Das machte Gauser stutzig. „Ich habe aufgrund der Häufung der Unfälle zu recherchieren begonnen“, sagt er.

Das Problem sei nicht nur die schräge Gleisführung, sondern auch die Breite der Schienen. „Der Abstand ist genau so, dass genau ein Radreifen reinpasst“, sagt Gauser. Er habe selbst ausgemessen, dass die Schienen des Bahnübergangs an der Kaiserstraße dünner sind. Dort würden auch deutlich weniger Unfälle passieren. „Wir hatten auch schon einen Ortstermin mit Vertretern der Bahn und der Gemeinde“, sagt der Hauptkommissar. Das Ergebnis sei jedoch ernüchternd ausgefallen – zurzeit sei eine Änderung nicht möglich.

Solch ein Warnschild wie hier in Aying an der Staatsstraße 2078 soll auch in Neubiberg aufgestellt werden, doch die Gemeinde weiß nicht, wo sie es hinstellen kann.

In Aying habe es vor einigen Jahren ein ganz ähnliches Problem gegeben. An dem Bahnübergang der Staatsstraße 2078 Richtung Peiß seien immer wieder Radfahrer in den Schienen hängen geblieben und gestürzt. „Das Landratsamt hat daraufhin ein Schild kreiert, dass die Radfahrer warnen soll“, sagt Gauser. Seitdem sei dort kein Radler mehr gestürzt.

Solch ein Schild ist auch für den Bahnübergang in Neubiberg vorgesehen. „Das Schild ist sogar schon da“, sagt Gauser. Doch die Gemeinde weiß nicht, wo sie es hinstellen darf. „Wir warten noch auf den Spartenplan der Bahn, darin sind wichtige Leitungen eingezeichnet.“

Hauptkommissar Peter Gauser geht das Ganze zu langsam. „Ich habe die Lösung Ende Dezember vorgeschlagen“, sagt er. Nun ist schon wieder ein Radfahrer gestürzt und hat sich Brüche und Kopfverletzungen zugezogen. „Aufgrund der hohen Zahl der Unfälle müssen die Behörden jetzt etwas machen.“

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