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So schön, wie das alte Rathaus in Neubiberg auch ist: Der Platz reicht für die Verwaltung schon lange nicht mehr aus.

Rathauspläne sollen endlich konkret werden

Neubiberg - Weil Neubiberg kräftig wächst, muss auch die Verwaltung der Gemeinde wachsen. Das kann sie aber nicht, denn das Rathaus ist zu klein. Nachdem der Gemeinderat in einer Machbarkeitsstudie drei Lösungsvarianten von Sanierung bis Erweiterung und Neubau herausgearbeitet hatte (wir berichteten), soll jetzt ein zehnköpfiger Sonderausschuss Nägel mit Köpfen machen.

Paritätisch nach Stimmenanteilen im Rat von den Fraktionen besetzt, wird es ein beschließender Ausschuss sein. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Ausschuss einstimmig auf den Weg gebracht.  Das neue Gremium soll dabei alle Angelegenheiten einer Rathaus-Erweiterung auf den Weg bringen und die Varianten erörtern, bis zu einer Wertgrenze von 150 000 Euro. Im Einzelfall wird das Gremium auch den Abschluss von Verträgen, Lieferungen und Leistungen forcieren können. Auch Standort-Fragen und ein Raumprogramm werden die Mitglieder erörtern müssen.

Hintergrund für den neuen Ausschuss ist ein gewachsenes Raumproblem. Denn trotz Workshops und Arbeitsgruppen zum Thema konnten bislang auch aufgrund verschiedener Meinungen im Gemeinderat keine echten planerischen Ansätze erarbeitet werden. Fest steht allerdings, dass das Raumangebot wachsen muss. Längst ist zu wenig Platz für das Personal und notwendige Aufstockungen der Belegschaft vorhanden. Sogar dringend neu zu besetzende Stellen konnten nicht besetzt werden.

In einer Machbarkeitsstudie waren drei Lösungsansatz-Varianten vonseiten der Gemeinde für das Terrain am Rathausplatz erarbeitet worden. Version eins beinhaltet dabei die Sanierung des bestehenden Rathauskomplexes samt Verwaltungsgebäudes und eine Erweiterung der Raumstrukturen im Bereich der alten Feuerwehrhalle. Variante zwei sieht neben einer Sanierung des alten Rathauses einen Abriss sowohl des bestehenden Verwaltungsgebäudes wie auch des alten Feuerwehrhauses vor. Über Eck soll das Rathaus in diesem Fall um einen Neubau erweitert werden. Plan drei geht am weitesten: Bei einer Realisierung dieser Variante bliebe im Neubiberger Verwaltungs-Herz kein Stein auf dem anderen. Einem Abriss aller dortigen Baukörper würde ein kompletter Neubau folgen. Die Bau- beziehungsweise Erweiterungskosten reichen je nach Ausbaustufe von etwa 9,5 bis 17 Millionen Euro inklusive eines neuen Sitzungssaals. Bisher tagt der Gemeinderat gleich nebenan im Haus für Weiterbildung.

Klare Planungspfeiler schlägt auch die Verwaltung selbst ein: Möglichst soll der aktuelle Rathaus-Standort erhalten bleiben. Dazu wären hier die notwendigen, erweiterten Gebäude zu vereinen und der Nutzungsübergang könnte aus Sicht der Gemeindeplaner rasch realisiert werden. Doch weder bei der Finanzierung, noch bei der Standort-Frage ist der Gemeinderat bislang entscheidend vorangekommen. Einig sind die Gemeinderäte aber in der Einschätzung, eine Entscheidung dieser Tragweite müsse exakt erörtert und dürfe nicht übers Knie gebrochen werden. Dieser Detailarbeit soll sich jetzt der zehnköpfige Ausschuss widmen.

Mitglieder des neuen Sonderausschusses

Dem neuen Sonderausschuss gehören Mitglieder aller im Rathaus vertretenen Fraktionen gemäß ihrer dortigen Mandatsstärke an. Die CSU schickt mit Thomas Pardeller, Hartmut Lilge zwei Gemeinderäte ins Rennen, dazu Antonio Melieni von USU - 100 % Uni. Über drei Sitze im zentrumsplanerischen Gremium verfügen auch die Freien Wähler Neubiberg@Unterbiberg (FW.N@U). Elisabeth Stettmeier, Reiner Höcherl und Norbert-Werner Strama werden mitplanen. Grüne/Ödp (Kilian Körner, Dr. Andrea Bernatowicz) sowie die SPD mit Volker Buck und Gregor Röslmaier sind jeweils mit zwei Gemeinderäten vertreten.

Harald Hettich

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