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Deutlicher Appell zum Abschied: die scheidende Seniorenbeirats-Vorsitzende Elisabeth Stettmeier.

Seniorenzentrum liegt auf Eis

Senioren-Vorsitzende rechnet mit Gemeinderat ab: „Wenn ihr kein Geld für uns habt, haben wir keine Stimme für euch“

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Die Pläne für ein Seniorenzentrum in Neubiberg liegen auf Eis. Elisabeth Stettmeier machte ihrem Ärger darüber bei ihrer Abschiedsrede als Seniorenbeirats-Vorsitzende Luft - und fand deutliche Worte für die Gemeinderatsmitglieder.   

Neubiberg – Wehmut und Freude, wohlklingende Musik und ein volles Haus bei Kaffee, Sekt und Kuchen. Eigentlich hat alles gepasst beim feierlichen Rahmen für das stolze Jubiläumsfest zum 30. Wiegenfest des Neubiberger Seniorenbeirates, der in seiner offiziellen Bezeichnung „Seniorenzentrumsbeirat“ heißt. Genau in diesem zarten Unterschied liegt der „casus knaxus“. Denn ein Zentrum besteht zwar seit vielen Jahren an der Hauptstraße 12. Doch ist es bekanntlich längst zu klein geworden und auch nicht barrierefrei. Das ärgert die älteren Bürger in Neubiberg. Besonders deshalb, weil die Planungen für einen Neubau nur sehr schleppend vorangehen. Der aktuelle Beschluss, das bestehende Anwesen um einen schmucken Anbau nach hinten in Richtung Gartenfront entscheidend zu erweitern, schien nach langem Hin und Her zuletzt wieder auf dem richtigen Weg. Doch aktuell steht das Vorhaben mehr denn je in den Sternen. Das macht die Senioren sauer.

Ohne Bürgerzentrum kein neues Seniorenzentrum

Elisabeth Stettmeier, die sich nach einem Dutzend Jahren an der Spitze des Beirates nun zurückzieht und auch als langjährige Gemeinderätin in der Sache besonders aktiv war, brachte diesen Ärger in ihrer Rede auf den Punkt. „Ich hätte so gerne verkündet: Im Frühjahr ist Baubeginn für das neue Seniorenzentrum.“ Stattdessen sei in der Gemeinderatssitzung durch eine Mehrheit aus CSU, USU und Grüne ein folgenreicher Beschluss ergangen. Durch die von einer Mehrheit getrageneAblehnung des Bürgerzentrums am nahen Rathausplatz hätte diese Mehrheit auch das neue Seniorenzentrum abgelehnt. „Denn ohne die beim Bürgerzentrum auch für das Seniorenzentrum eingeplanten Tiefgaragen-Stellplätze erhält das Seniorenzentrum auch keine Baugenehmigung“, so Stettmeier. „Ein K.O-Schlag“ und bloße Verhinderungs-Taktik warf die 85-Jährige den Gemeinderäten vor und appellierte an die Besucher: „Liebe Senioren, wir sind eine Macht. Es kommen Wahlen. Auf das Argument ,Wir haben kein Geld fürs Zentrum’ antworten wir mit ,Wir Senioren haben keine Stimme für Euch’.“

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