Auf dem Weg zu Fahrradstraße: Eine Umwidmung der Cramer-Klett-Straße hat durch neue Beschlüsse im Gemeinderat nach langer Pause aber wieder Fahrt aufgenommen.
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Auf dem Weg zu Fahrradstraße: Eine Umwidmung der Cramer-Klett-Straße hat durch neue Beschlüsse im Gemeinderat nach langer Pause aber wieder Fahrt aufgenommen.

Gemeinderat will Projekt in Cramer-Klett-Straße vorantreiben

Tempo bei der Fahrradstraße

  • vonHarald Hettich
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Noch heuer möchte die Gemeinde Neubiberg einer altbekannten Idee neues Leben einhauchen: der Fahrradstraße in Cramer-Klett-Straße.

Neubiberg – Den Radverkehr stärken will die Gemeinde Neubiberg mit einer Neuerung auf der Nord-Südtangente, der Cramer-Klett-Straße. Die vielfach diskutierte Fahrradstraße könnte dort nun Fahrt aufnehmen. Einstimmig beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, offene Fragen zu klären und die Ergebnisse über das weitere Vorgehen im Gremium vorzustellen. Der Rat drückt aufs Tempo, „noch in diesem Jahr“ will man in der Cramer-Klett-Straße vorankommen.

Zeit wird´s, möchte man meinen. Denn bereits 2013 hat sich die Gemeinde zusammen mit einem eigens beauftragten Verkehrsplanungsbüro, der Polizei, der örtlichen Agenda 21 und der eigenen Verwaltung mit eigenem Radwegekonzept an ein modernes Verkehrsleitbild für zukunftsfähige Mobilität gemacht. Eine wichtige Trasse war und ist die hochfrequentierte Cramer-Klett-Straße. Als Anbindungstrasse zu den beiden weiterführenden Schulen, dem Gymnasium und der Realschule, spielt sie eine wichtige Rolle. Der Gemeinderat formulierte nach langer Projektpause 2018 ehrgeizige Forderungen: Etwa jene, die Trasse mit Blick auf den Schüler- und Fahrradverkehr womöglich als Fahrradstraße zu ertüchtigen und so eine möglichst durchgängige Radverbindung zwischen den Nachbarkommunen Neubiberg und Ottobrunn zu schaffen.

„Personalbedingt keine Projektbearbeitung“

Auf Fahrradstraßen, von denen es anderswo bereits regelrechte Netze gibt, genießen Radler besondere Rechte und haben auf der Fahrbahn Vorfahrt. In der Cramer-Klett-Straße – wiederholt von Schulen, Eltern, Bürgern und Mitgliedern des Gemeinderates als echte Gefahrentrasse angemahnt – kam man bislang nicht voran. Durch das Entfernen der blauen Schilder wurde die Radwegebenutzungspflicht inzwischen aufgehoben, Radler dürfen damit auch auf der Straße fahren. Von der speziellen Widmung einer „Fahrradstraße“ freilich ist man noch weit entfernt.

„Personalbedingt konnte bislang hierzu keine Projektbearbeitung erfolgen“, heißt es in der gemeindlichen Vorlage. In die Bresche waren bereits 2018 das Gymnasium und die Universität der Bundeswehr gesprungen. Die Schüler untersuchten die Situation vor Ort und stellten die Ergebnisse anschließend im Gemeinderat vor. Studenten der Bundeswehr-Uni erstellten eine detaillierte Verkehrszählung. Nach langer Pause will jetzt auch die Gemeindepolitik dem Thema neues Leben einhauchen.

Neben möglichen Umbauten der Trasse mit „Bepflanzungen und / oder Querungshilfen“ hat auch die Fahrradstraße Rückenwind erhalten. „Zur Sicherung des insbesondere morgens und mittags pulkartig auftretenden Schülervekehrs mit Fahrrädern“ sei es „sinnvoll, die Achse als Fahrradstraße auszuweisen“, so der Tenor im Rat. Und passieren soll das, so der Wunsch, eben noch heuer.

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