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Rektor Christian Ceglarek an der abgesperrten Stelle des Rohrbruchs

Frühzeitiger Start in die Ferien

Wasserschaden vor Realschule: Unterricht fällt heute aus

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Ein Wasserrohrbruch vor der Realschule Neubiberg hat den rund 900 Schülern einen vorzeitigen Ferienanfang beschert. Weil die Hauptwasserleitung zur Schule wegen des Schadens stillgelegt werden musste, gibt es dort derzeit kein Wasser. „Und damit ist ein normaler Schulbetrieb nicht möglich“, erklärt Schulleiter Christian Ceglarek.

Neubiberg – In der Schule selbst gibt es keine Schäden. Wie der Schulleiter erzählt, sei der Rohrbruch am Donnerstagabend entdeckt worden. Eine Lehrkraft habe sich noch in der Schule an der Buchenstraße befunden und ihn gegen 19.30 Uhr verständigt. Laut Daniel Diepenbruck, Mitarbeiter beim Zweckverband für die staatlichen weiterführenden Schulen im südöstlichen Landkreis München, habe irgendjemand zuvor bereits die Stadtwerke über den Rohrbruch informiert. Der Zweckverband selbst hat von der Neubiberger Feuerwehr, die sich kurz ein Bild von der Lage machte, aber nicht eingreifen musste, von dem Vorfall erfahren. Die defekte Leitung liegt im Bereich des Fußwegs neben dem Wendehammer. 

Durch die Kraft des Wassers wurde die Asphaltdecke aufgebrochen. „Das Wasser ist dann in den Wendehammer gelaufen“, erzählt Ceglarek. Nach Rücksprache mit der Schulaufsichtsbehörde und dem Ministerium habe man sich dazu entschlossen, den Unterricht ausfallen zu lassen. Schließlich habe es weitreichende Folgen, wenn der Schule kein Wasser zur Verfügung steht, wie der Rektor erläutert. „Es kommt kein Wasser mehr aus den Hähnen, keines aus der Toilettenspülung.“ Und auch für den Unterricht, zum Beispiel in Chemie, würde Wasser benötigt. „Da merkt man schnell, dass man ohne Wasser blöd dasteht.“ Die Kinder auf eine benachbarte Schule zu schicken, damit sie auf die Toilette gehen, sei jedenfalls keine Option gewesen.

 Die größte Herausforderung für Ceglarek und sein Team war, in der Schnelle Eltern und Schüler über den Unterrichtsausfall zu informieren. Hier sei man mehrgleisig gefahren, erzählt der Schulleiter. So habe man auf die Schulhomepage entsprechende Informationen platziert, gleichzeitig über das Landratsamt eine Notfallhotline genutzt und damit Meldungen im Radio senden lassen. „Auch die oft von uns auch kritisch gesehenen sozialen Netzwerke haben sich in diesem Fall bewährt“, sagt Ceglarek. Über die Schülermitverwaltung seien per Facebook und WhatsApp mehrere Schüler über den Rohrbruch und seine Folgen informiert worden. „Das hat sich dann wohl wie ein Lauffeuer verbreitet.“ Jedenfalls sind am Freitagmorgen von den 900 Schülern laut Ceglarek lediglich 50 an der Schule erschienen. „Und viele davon waren einfach neugierig und wollten schauen, was passiert ist.“ 

Bei den rund 30 Schülern, die noch keine Ahnung vom Schulausfall hatten, sei sichergestellt worden, dass jemand zuhause ist beziehungsweise die Schüler einen Hausschlüssel dabei haben. „Das verlief alles vollkommen unkompliziert. Bereits um 8.05 Uhr war die Schule geräumt.“ So hätte man nicht einmal eine Notfall-Betreuung gebraucht. „Der Vorfall hat sich auch zu einem für uns günstigen Zeitpunkt ereignet“, sagt der Schulleiter. Denn am Donnerstag fanden die letzten mündlichen Prüfungen in der Schule statt. Am Freitag sollte zwar ein Feueralarm zur Übung abgehalten werden. „Aber jetzt hatten wir sozusagen den Ernstfall. Und es hat alles wunderbar funktioniert.“ 

Unklar ist noch, wie es zu dem Rohrbruch gekommen ist. Laut Zweckverbands-Mitarbeiter Diepenbruck soll in der kommenden Woche an der Stelle aufgegraben werden. Dann könne man mehr über die Ursache sagen. Zwar werden ganz in der Nähe Fernwärem-Leitungen verlegt. Doch an einen Zusammenhang mit dem Rohrbruch glaubt momentan niemand. Bis nach den Ferien wird das Wasser in der Schule jedenfalls wieder laufen – da sind sich sowohl Diepenbruck als auch Ceglarek sicher.

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