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Seit der Fahrplanumstellung  schauen viele Buskunden aus Unter- und Neubiberg in die Röhre. Denn die beliebte Buslinie 211, die bislang zwischen beiden Ortsteilen verkehrte, fährt künftig Unterbiberg nicht mehr an. 

Wichtige Busverbindung in Unterbiberg einfach gekappt

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Seit der Fahrplanumstellung  schauen viele Buskunden aus Unter- und Neubiberg in die Röhre. Denn die beliebte Buslinie 211, die bislang zwischen beiden Ortsteilen verkehrte, fährt künftig Unterbiberg nicht mehr an. 

Neubiberg – Seit der Fahrplanumstellung am vergangenen Sonntag schauen viele Buskunden aus Unter- und Neubiberg in die Röhre. Denn die beliebte Buslinie 211, die bislang zwischen beiden Ortsteilen verkehrte, fährt künftig eine geänderte Route zwischen Putzbrunn, Neubiberg und Neuperlach Süd. Damit wird Unterbiberg ausgespart und eine aus Sicht der Gemeinde wichtige Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen gekappt. Darüber wurde jetzt in der Gemeinderatssitzung diskutiert und ein gemeinsamer Antrag auf den Weg gebracht. Bereits bei der jüngsten Bürgerversammlung war deutlicher Protest laut geworden.

Grundschüler sind besonders betroffen

Besonders für viele Grundschüler ist ein aus Sicht der Gemeinde untragbarer Zustand entstanden. Die derzeit drei eingesetzten Verstärker-Linien morgens, mittags und nachmittags etwa zwischen Unterbiberg und den weiterführenden Schulen in Neubiberg würden nicht ausreichen. Auch ist vom Verstärker-Angebot die bisher übliche Verbindung zum Sportnachmittag im Nachbarortsteil oder zum Einkauf nicht abgedeckt. Mehr noch, Kinder, die Auf der Heid in Neubiberg wohnen und wegen des Sprengels zur Grundschule in Unterbiberg gehen, müssten künftig in Neuperlach Süd umsteigen.

Gemeinsamer Antrag an den Landkreis

Als „fatal“ bezeichnete Gemeinderätin Stefanie Konopac (FW.N@U) eine solche Entwicklung. Weshalb alle Rats-Fraktionen einen gemeinsamen Antrag einbringen wollten, der die „frühestmögliche Installation eines Testbetriebes“ mit „On-Demand“-Bussen (zu deutsch: Bedarfsbussen) einzurichten. Stellvertretend sollte dieser Antrag durch die Freien Wähler eingebracht, abgestimmt und an den Kreistag weitergereicht werden.

Doch eine bloße Fixierung auf „On Demand“ reichte Grünen und CSU dann doch nicht. Nach längeren Diskussionen über verschiedene Busvarianten und intensiven Fahrplan- und Fahrtenabwägungen brachten die Räte deshalb einen erweiterten Kreis-Antrag auf Kurs. Neben den von den Freien Wählern vertretenen Bedarfsbussen durften die Grünen „federführend“, aber gemeinsam mit den anderen fordern, „umgehend“ den ganztägigen Bedarf für Schulbusse zwischen Neubiberg und Unterbiberg in beide Richtungen bei den Schulen abzufragen und die am schnellsten umsetzbare Lösung vom Kleinbus bis zu weiteren Verstärkerbussen beim Landratsamt zu beauftragen.

Der CSU war das noch nicht genug. Auch der von ihnen gezeichnete Antragsteil auf „Beantragung einer direkten regulären Buslinie als Verbindung zwischen beiden Ortsteilen“ fand nach durchaus kontroverser Verkehrsdebatte hinterher ein einstimmiges Votum. Die SPD verzichtete auf eigene Zusatztexte, stimmte aber mit für das Gesamtpaket.

Die Entscheidung aber liegt am Ende beim Landkreis.

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