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Diese Neubiberger Mädchen helfen krebskranken Kindern

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Von: Harald Hettich

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Engagieren sich für junge Krebspatienten: (v.l.) Luisa, Jette, Julia, Ida, Ana und Johanna aus den achten Klassen des Neubiberger Gymnasiums.
Engagieren sich für junge Krebspatienten: (v.l.) Luisa, Jette, Julia, Ida, Ana und Johanna aus den achten Klassen des Neubiberger Gymnasiums. © Harald Hettich

Ein großes Herz beweisen sechs Schülerinnen der achten Klasse aus Neubiberg. Die Gymnasiastinnen haben ein Spendenprojekt ins Leben gerufen, um krebskranken Kindern zu helfen.

Neubiberg – Frida ist acht Jahre alt. Das junge Mädchen durchlebte und durchlebt noch immer schwere Wochen. Denn Frida leidet an einem bösartigen Bauchtumor und wird aktuell im Augsburger Kinderkrebszentrum behandelt. „Aber das Mädchen ist nun fast geheilt“, erzählt Ana voller Freude.

Aus Projekt wird Herzensangelegenheit

Ana ist Schülerin der achten Klasse am Neubiberger Gymnasium. Sie und ihre fünf Freundinnen Ida, Johanna, Jette, Julia und Luisa aus ihrer Jahrgangsstufe haben sich für die Projektstunden in diesem Schuljahr eine ganz besondere Aktivität ausgesucht. „Wir durften uns das Projekt frei auswählen und wollten eben nicht Computerspiele designen oder Kochbücher erstellen“, ergänzt Jette. „Wir wussten in der Gruppe sofort, dass wir unbedingt dort helfen möchten, wo Hilfe dringend gebraucht wird –und sind so auf das Spenden sammeln gekommen“, erzählt Luisa. „Dabei sind wir auf die Nöte krebskranker Kinder gestoßen – es gab da innerhalb unserer Gruppe einen Kontakt“, erklärt Ida. „Denn es ist furchtbar, was gerade so junge Menschen durchmachen müssen.“

Aufenthalt in der Klinik erleichtern

„Allzu viel können wir leider nicht machen, aber die Spenden werden in Spielsachen oder medizinische Sachen fließen. Besonders um den Kindern ihren Aufenthalt im Krankenhaus in dieser schweren Zeit etwas zu erleichtern“, hofft Johanna.

Bemerkenswert dabei: Die Neubiberger Schülerinnen agieren komplett alleine. „Wir haben keine fachliche Begleitung“, sagt Julia. „Unser Ziel ist es einfach, so viele Spenden wie möglich zu sammeln.“ Das Engagement der Schülerinnen hat sich bereits herumgesprochen und ist auch nicht zu übersehen. Die Mädchen verkaufen Eis und Waffeln für den guten Zweck und haben im Lehrerzimmer einen Selbstbedienungsstand mit Leckereien eingerichtet. Sogar eine eigene Infoveranstaltung soll in diesem Schuljahr noch stattfinden.

Enger Kontakt zum Krebszentrum

„Unsere Eltern sind schon stolz auf das Engagement“, freuen sich die Mädchen. „Aber uns ist wichtig, das alleine zu machen“. Noch wichtiger ist es ihnen, wie es den kleinen Patientinnen und Patienten geht. „ Mit Frida und den Leuten vom Krebszentrum stehen wir im telefonischen Kontakt. Aber am Ende des Jahres, wenn wir auch die Spendengelder komplett übergeben, werden wir nach Augsburg fahren, das Zentrum anschauen und mit Ärzten und betroffenen Kindern sprechen können“, sagt Ana. „Dann wollen wir uns ein Bild machen und sehen, ob sich unsere Mühe gelohnt hat und wir den Patienten in ihrer schwierigen Situation ein Lächeln ins Gesicht zaubern können.“

1800 Euro sind schon zusammengekommen

Geleistet haben die Jugendlichen jetzt schon viel. Nachdem ihnen eine Lehrerin notwendigerweise bei der Einrichtung eines Spendenkontos geholfen hatte, gingen schon reichlich Gelder ein. Über 1800 Euro sind schon zusammengekommen. Es dürfe aber gerne noch mehr werden, rühren die Sechs charmant die karitative Werbetrommel.

Spendenkonto

Wer ebenfalls helfen und das Projekt der Neubiberger Mädchen unterstützen möchte, kann sich mit einer Spende beteiligen unter folgender Bankverbindung: Kreissparkasse München, IBAN DE 26 7025 0150 0150 5442 60; Verwendungszweck „Gemeinsam gegen Krebs“.

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