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Grund zur Freude haben Bürgermeister Günter Heyland und Bundeswehruni-Präsidentin Merith Niehuss: Die ZITIS-Behörde kommt nach Neubiberg.  

Neue Sicherheitsbehörde ZITIS bringt 400 Arbeitsplätz

Kampf gegen Spione: Neubiberg profitiert

400 neue Arbeitsplätze beschert der Kampf gegen Cyber-Spionage Neubiberg. Bis 2020 sollen sie auf dem Campus der Bundeswehr-Uni entstehen - und ein weiteres Problem lösen.

Neubiberg – An der Bundeswehr-Uni wird künftig Cyberkriminalität bekämpft: Auf dem Campus in Neubiberg entsteht eine zentrale Stelle zur Bekämpfung von Cyberspionage, die Sicherheitsbehörde ZITIS (Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich). Bürgermeister Günter Heyland freut sich über die neue Forschungszentrale in seiner Gemeinde – und sieht darin einen deutlichen Renommee-Zuwachs für den Standort. Auch weil in den kommenden Jahren bis 2022 auf dem Campus bis zu 400 neue Arbeitsplätze entstehen sollen.

Mit dem Aufbau des Forschungszentrums Cyber Defense (CODE) in Neubiberg hat die Entwicklung des Standorts zu einem Zentrum für Sicherheitstechnik bereits begonnen. Diese wird nun mit der Etablierung von ZITIS „noch stärker in den Blickpunkt rücken“, sagt Heyland. „Wir müssen großes Augenmerk darauf richten, großzügig zu planen.“ Denn bereits kurzfristig sollen vor Ort 120 Arbeitsplätze entstehen, hatte die Präsidentin der Bundeswehr-Uni, Merith Niehuss, angekündigt.

Überraschend offen hatte sie beim Neujahrsempfang der Gemeinde über den Aufbau der Behörde referiert. Bundesinnenminister Thomas de Mazière (CDU) hatte die Ansiedlung in Neubiberg am 20. Januar dann offiziell bestätigt.

Die Hauptaufgabe von ZITIS wird es, technische Werkzeuge im Kampf gegen Terrorismus, Cybercrime und Cyberspionage zu entwickeln. Insbesondere in den Bereichen digitale Spurensicherung, Telekommunikationsüberwachung, Datenentschlüsselung und -auswertung.

Abschotten will sich die Bundeswehr-Universität aber trotz der neuen Hochsicherheitseinrichtung mit sensiblen Bereichen auch künftig nicht. „Wir bleiben wie bisher eine zugängliche Universität“, versicherte die Präsidentin. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen würden, sofern nötig, direkt an den neuen Gebäuden auf dem Campus installiert.

Die Gemeinde hofft durch ZITIS auch auf Verbesserungen der Verkehrssituation. „Derzeit befindet sich die Gemeinde im regen Austausch mit Universität und Grundstückseigentümer über eine Stärkung der Unizufahrt über das Osttor“, verriet Heyland im Gemeinderat. Damit sollen die starken Verkehrsströme motorisierter Studenten, Mitarbeiter und Zulieferer vom Westtor mehr und mehr in Richtung Osten verlagert werden, „um besonders für die Ortsdurchfahrt Unterbiberg eine spürbare Entlastung zu bieten“, verdeutlichte der Bürgermeister. Die von vielen Anwohnern ersehnte, zumindest partielle Entlastung der stark frequentierten Ortsdurchfahrt könnte somit womöglich Realität werden – Cyber sei Dank.

Harald Hettich

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