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Zentrales Objekt: Das Rathaus samt Umfeld wird völlig verändert. 

Neues Ortszentrum für Neubiberg

Rundumschlag am Rathaus für 16 Millionen Euro

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„Bürgerzentrum 2022“: Das soll aus dem Neubiberger Rathaus samt Umfeld werden. Ein Großprojekt, für das die Bürger viele Wünsche haben.

Neubiberg – Klarer Name, klarer Zeitplan: „Bürgerzentrum Neubiberg 2022“. Unter diesem Titel soll das Großprojekt zur Neugestaltung rund um den Rathausplatz laufen. Zur Auftakt-Infoveranstaltung am Mittwochabend kamen nur rund 30 Bürger, davon die Hälfte Gemeinderäte.

Bürgermeister Günter Heyland, Bauamtsleiter Christian Einzmann und Anna-Maria Martin vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum (PV) schilderten das weitere Vorgehen für ein neues Rathaus samt Umfeld und informierten über die technische Sanierung des Hauses für Weiterbildung (HfW). Für den Umgriff des Rathausplatzes zur Hauptstraße und zur Wittelsbacher Straße soll es einen Architektenwettbewerb geben. Die Teilnehmer sind gefordert, in den kommenden Monaten Modelle für eine Neugestaltung samt Tiefgarage auszuarbeiten. Im Frühjahr 2018 sollen die Preisträger gekürt und entschieden werden, welcher Vorschlag umgesetzt wird.

Gemeinderat und Bürger sollen eng in den Planungsprozess eingebunden werden. So sollen Ratsmitglieder im Preisgericht vertreten sein. Der PV begleitet die Ausschreibung. Für das Gesamtprojekt geht die Gemeinde derzeit von gut 16 Millionen Euro Kosten aus.

Am Ende der Veranstaltung waren die Stellwände voll mit Anregungen der Bürger. Grüne Punkte kennzeichneten in der Farbe der Hoffnung die wichtigsten und größten Wünsche. Die Neubiberger waren gut vorbereitet, hatten sich viele Gedanken gemacht. Die Liste wurde dementsprechend lang: „Herausragende Architektur, ein effektives Parkplatzmanagement, eine an die Umgebung angepasste Bebauung in Länge, Höhe, Tiefe und Geschossflächenzahl, eine klar definierte Kostenverteilung, eine harmonische Gebäudegestaltung, Barrierefreiheit, wenig Motorisierung, einen klimatisierten Saal im zweiten, runderneuerten Obergeschoß des HfW samt besserem Aufzug, alle Ämter in einem anstelle der heute auf drei Gebäude verteilten Rathaus-Administration“ lauteten einige der Bürger-Wünsche.

An zentralen Vorgaben kommen die Planer ohnehin nicht vorbei. Zum Beispiel gilt es für sie, eine Tiefgarage mit zunächst 73 Stellplätzen für Mitarbeiter des Rathauses und Veranstaltungsbesucher in ihre Modelle zu integrieren. Die Tiefgarage soll den Rathausvorplatz zur Hauptstraße künftig komplett entlasten. Laut Bürgermeister Günter Heyland ist eine weitere Anpassung der Stellplätze, etwa für Volkshochschule, Wohnungen, ein neues Seniorenzentrum und die Kindertagesstätte, möglich. Der Rathaus-Altbau soll, dann frisch brandschutzsaniert, zusammen mit dem östlich geplanten Erweiterungsbau auf fast 2000 Quadratmetern großzügiger Raum für die 76 Mitarbeiter schaffen. „Derzeit bewegen sich Angestellte und Besucher in zu großer räumlicher Enge“, sagte Einzmann. Viele Arbeiten müssten ausgelagert werden, die Effizienz leide. Der Architektenwettbewerb solle diesbezüglich „neue Qualitäten schaffen“, betonte Heyland.

Die Zeit drängt. Bereits am Dienstag, 25. Juli, (19 Uhr, HFW) wird der eigens für das Projekt gegründete Sonderausschuss des Gemeinderates über die Inhalte beraten, am 31. Juli dann der Gemeinderat. Die technische Sanierung des Hauses für Weiterbildung – Kostenschätzung rund 2,55 Millionen Euro – soll im Oktober vorgestellt werden. Bis Anfang Oktober läuft auch die Ausschreibung für den Architekten-Wettbewerb. Ab Januar 2018 tagt die Jury, werden Verhandlungsgespräche mit den Preisträgern geführt - ehe im April über den Vorschlag entschieden wird, der zum Zuge kommen und umgesetzt werden soll. Und 2022 soll das neue Bürgerzentrum dann fertig sein – wie der Name des Projekts schon sagt.

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