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Alter Standort, neues Seniorenzentrum: Der Gemeinderat favorisiert einen Neubau der Einrichtung an der Hauptstraße 12 im Zentrum.  

Neubiberger Rat favorisiert Hauptstraße als Standort

Neues Seniorenzentrum an alter Stelle

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Der Neubiberger Gemeinderat favorisiert einen Neubau des Seniorenzentrums an der Hauptstraße. Viele Gründe sprechen für diese Lösung.

Neubiberg – Am Ende gab es reichlich Applaus von erleichterten Senioren auf den Zuschauer-Plätzen. Nach langen Planspielen hat sich der Neubiberger Gemeinderat auf einen Standort für ein neues Seniorenzentrum verständigt: Das Seniorenheim soll am aktuellen Standort an der Hauptstraße 12 bleiben und dort neu gebaut werden.

Das Grundstück einer „vertieften Prüfung zuzuführen“, das ist der Wille des Rates. Sowohl bei der Grundstücksbewertung der Verwaltung als auch bei einer Kriterien-Bewertung der Neubiberger Senioren hatte der aktuelle Standort im Ortskern am besten abgeschnitten. Die entscheidenden Faktoren: Gute Nachbarschaft, eine zentrale Lage, gute Erreichbarkeit und Verkehrsanbindung. Auch das Baurecht spricht für die Hauptstraße. Der Standort hatte deutlich stärker gepunktet als die Alternativen an der Schopenhauerstraße 5-7, an der Tannenstraße 3/5 und an der Wittelsbacher Straße 1.

Während der Bauzeit soll auf dem Gelände an der Hauptstraße ein Provisorium geschaffen werden. Entstehen soll ein dreigeschossiger Neubau mit maximal 300 Quadratmetern pro Geschoss. Die Flächen eines neuen Seniorenzentrums sollen auf zwei Ebenen verteilt werden. Für das zweite Obergeschoss sind nach Informationen der Gemeinde gewerbliche und Wohn-Nutzungen möglich. Dazu sind Freiflächen mit „ruhiger Gartennutzung“ für die Senioren geplant.

Anders als bei der „Flächen-Konkurrenz“ ist an dem Standort Baurecht vorhanden. Weil das oberirdische Parken vor Ort schwierig ist, soll ergänzend eine Tiefgarage gebaut werden. Auch ein Halteplatz für den Seniorenbus soll entstehen. Für den Hol- und Bringdienst der Besucher soll eine Haltezone im öffentlichen Raum geschaffen werden.

Im Gemeinderat war die Freude über den offensichtlichen Durchbruch beim Langzeit-Thema groß. „Freude über die Hauptstraße mit vielen Vorteilen für die Senioren“ bekundete Rätin und Seniorenzentrums-Beirätin Elisabeth Stettmeier (FW N@U). „Mitten in der Lebensgemeinschaft“ Neubibergs verortet seien so die älteren Menschen. Vor Ort gelte es, eine zukunftsfähige und nachhaltige Einrichtung zu etablieren. Gregor Röslmaier (SPD) freute sich schmunzelnd, dass „Gemeinderatsarbeit so einfach sein kann“. Es gelte eben, den Nutzerwillen zu beachten. Und der habe ein eindeutiges Bild ergeben. Auch Kilian Körner (Grüne) freute sich nun auf ein „zügiges Vorangehen“.

Allerdings wandte er ein, dass es neben der Hauptstraße gelte, zeitgleich eine Nutzung für den zweiten möglichen Standort an der Schopenhauer Straße auszuloten. „Wir dürfen keine Zeit verlieren, wenn es an der Hauptstraße doch nicht klappt“, argumentierte Körner. Zudem solle man auch prüfen, ob einzelne Teil-Nutzungen nicht auch in der Schopenhauer Straße situiert werden könnten. CSU-Rat Thomas Pardeller pflichtete bei: „Klar gilt es den Hauptfokus auf die Hauptstraße zu richten. Aber die anderen Optionen muss man aufrechterhalten“.

Jürgen Knopp (FW N@U) widersprach. Die Verwaltung sei bereits jetzt „völlig ausgelastet“. Er sprach sich für eine klare Konzentration auf die Hauptstraße aus. Sein Parteikollege und Bürgermeister Günter Heyland betonte, eine entsprechende Prüfung verschiedener Alternativen habe der Gemeinderat ohnehin bereits vor zwei Jahren beschlossen. Allerdings sei derzeit nur Baurecht an der Hauptstraße „real vorhanden“. Das gelte es jetzt auszuschöpfen. Die Senioren applaudierten. Lange warten sie schon auf ihre neue Heimat.

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