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So ist der Plan: Doppelt so groß wie bisher soll das neue Isarcenter einmal werden. 

Einkaufszentrum wird saniert

Bringt neues Isarcenter den Einzelhandel in Gefahr?

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Das in die Jahre gekommene Isar-Center in Ottobrunn soll modernisiert und vor allem größer werden. Das stört die Gemeinde Neubiberg. Ottobrunns Nachbarn fürchten um den eigenen Einzelhandel.

Ottobrunn – Die geplante Erweiterung des Isar-Centers sorgt weiter für Verunsicherung bei Ottobrunns Nachbarkommunen. Im Rahmen der Auslegung des neuen Flächennutzungsplan brachte die Gemeinde Neubiberg erneut ihre Bedenken wegen des Mega-Projekts zum Ausdruck. Man befürchtet, dass ein derart großes Einkaufszentrum den Einzelhändlern in Neubiberg massiv im Umsatz schaden könnte.

Wie berichtet, plant Ottobrunn die Verkaufsfläche des in die Jahre gekommen Isar-Centers fast zu verdoppeln, von aktuell 5355 auf 9365 Quadratmeter. Der jetzige Parkplatz soll komplett überbaut werden. Im Erdgeschoss soll sich großflächige Edeka einrichten. Darüber entstehen Parkplätze. Anschließend will der Eigentümer, die Württembergische Lebensversicherungs AG, das bestehende Gebäude generalsanieren. Doch es dauert noch, bis das Projekt angegangen werden kann. Zum Zeitplan und zu den Investitionskosten will sich der Eigentümer bisher nicht äußern.

Die Gemeinde Ottobrunn möchte nun den Flächennutzungsplan für das Gebiet ändern. Zuletzt haben sich die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses auch mit den Einwänden der Neubiberger und Münchner Nachbarn beschäftigt. Ottobrunns Nachbarn murren. In ihrer Stellungnahme zum Flächennutzungsplan wirft die Gemeinde Neubiberg den Planern vor, die Folgen für den Einzelhandel in Neubiberg zu vernachlässigen. Demnach blende ein bestehendes Gutachten den neuen Vollsortimenter-Supermarkt am Bahnhofsplatz aus. Außerdem verkenne die Auswirkungsanalyse die „zentrale Versorgungsfunktion“ des Nahversorgungszentrum Unterbiberg. Dieses dürfe „nicht in unzulässigem Maße geschädigt werden“.

Die Gemeinde Neubiberg fordert, die Verkaufsfläche für Lebensmittel auf 4700 Quadratmeter zu reduzieren. Andernfalls rechne man „mit gravierenden Auswirkungen in Bezug auf einen Kaufkraftabzug und entsprechende Auswirkungen auf die zentralen Versorgungsbereiche für Neubiberg und Unterbiberg“. „Ich verstehe, wenn die Gemeinde Neubiberg alarmiert ist“, sagt Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) auf Nachfrage. „Wir bemühen uns um eine ordentliche Abwägung.“ Eine Überprüfung der Auswirkungsanalyse sei bereits in Auftrag gegeben.

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