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Gemeinsam auf der Suche nach einer Lösung aus der Mietfalle: Die „Hausgemeinschaft“ steht beim neuen Stück „QuadratRatschnSchlamassl“ gehörig unter Druck.

Volksbühne Neubiberg-Ottobrunn

Diese Tratsch-Tanten

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„QuadratRatschnSchlamassl“ ist jenes launige Stück überschrieben, das den Reigen der vier Produktionen der Volksbühne Neubiberg-Ottobrunn im Jahr des 70-jährigen Bestehens der Traditions-Spielgemeinschaft vom Waldperlacher Leiberheim bildet.

Neubiberg  -  Für alle des Bajuwarischen Sprachschatzes nicht ganz Mächtigen, aber umso mehr Interessierten nördlich des Weißwurst-Äquators hat Autor Ralph Wallner dieses kräftige Stück Komödie als „TratschTantenSchlamassl“ übersetzt. Letztlich völlig unabhängig vom Titel geht das Team von Regisseurin Martina Fellner frontal in die Vollen“. Lachsalven und Schenkelklopfer im kurzen Takt dürften den an realer Wohnszenerie angelehnten Bühnen-Spaß in Serie befeuern.

Im Kern geht es um die beiden ausgemachten Quadrat-Ratschen Annelie Gugl und Hilde Hupf. Angelika Deuter und Gabi Keller verkörpern das wortgewaltige Duo aus Hausmeisterin und Friseurin sehr glaubhaft. Egal ob neuer Hausbewohner oder alte Nachbarin: Die beiden „Tratsch-Tanten“ haben zu jedem Thema etwas Bissiges beizutragen. Doch beim von Martina Fellner liebevoll inszenierten Ränkespiel inmitten einer von Marianne Hiltwein importierten Hinterhof-Bühnenlandschaft auf den Brettern des Leiberheims bleibt es längst nicht.

Denn in das insgesamt so beschauliche Idyll bricht die Katastrophe mit starker Münchner Gegenwartskonturierung herein: Eine horrende Mieterhöhung bringt Bewohner wie Oma Wiese (toll gespielt vom Volksbühnen-Gründungsmitglied Else Dörfer) in arge Existenznöte.

Zu viel sei nicht verraten: Doch insbesondere auf den Ideenreichtum der „Quadratratschn“ darf sich nicht nur die Wohngemeinschaft, sondern auch der bestens unterhaltene Theatergast freuen. Wenn der Friseursalon zur Witwen-Partnervermittlung mutiert und menschliche Verstrickungen und Verirrungen derart glaubhaft und mit Augenzwinkern aufgearbeitet werden, ist Komödie unschlagbar. Dazu trägt vor allem auch ein gut aufgelegtes Ensemble bei.

Neben den beiden lebenden Wort-Salven Gugl und Hupf kann Norbert Fellner als Gegengewicht in Person des schüchtern-verklemmten Junggesellen Theobald Hecht ebenso gefallen wie Melanie Keller als schüchterne graue Maus Gisela Graubrot. Einen deftig groben Eindruck hinterlässt dazu prägnant mimend Ludwig Möckl als Metzger Helmut Wammerl. Susi Schmid gibt humorvoll die gefräßige Witwe Vevi Remmerl und die fidele Briefträgerin Packerl Betti wird von Elisabeth Pirtauer flink umgesetzt. Else Dörfer als Oma Wiese ist eingebettet in eine sich um sie kümmernde, funktionierende Hausgemeinschaft. Bis der neue Hausbesitzer Winfried Massl (gespielt von Max Holzmair) mit Nachhall die Bühne betritt. Wer mehr wissen will. Ein Besuch im Leiberheim ist dringend zu empfehlen.

Bei neun Aufführungen

an den kommenden drei Wochenenden haben Theaterfreunde Gelegenheit, das „QuadratRatschnSchlamassl“ in der Inszenierung der Volksbühne Neubiberg-Ottobrunn im Leiberheim (Nixenweg 9, Waldperlach) zu sehen. Freitags (13. April sowie 20. Und 27.4) sowie an Samstagen (14./21./28.4) beginnen die Vorstellungen jeweils um 20 Uhr. An den drei Sonntagen (15./22./29.4) öffnet sich der Vorhang bereits um 19 Uhr. Karten zu jeweils 10 Euro gibt es unter 089.6098830 oder unter karten@volksbuehne-neubiberg-ottobrunn.de. Restkarten an der Abendkasse.

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