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Altlandrätin Johanna Rumschöttel, die auch Neubiberger Altbürgermeisterin ist, liebt den Neubiberger Landschaftspark. Dort startet ihr Spaziergang.

Flanieren erlaubt

Wenn die Ostereier versteckt, gesucht und gefunden sind: Was nun, wohin an den Osterfeiertagen? Wir haben Altlandrätin Johanna Rumschöttel um ihren persönlichen Tipp für einen Osterspaziergang in der Region gebeten.

Landkreis – Johanna Rumschöttel (72), Altbürgermeisterin der Gemeinde Neubiberg und Altlandrätin des Landkreises München, bleibt bei ihrem Tipp quasi vor der Haustür – also in Neubiberg. Die Wegstrecke beschreibt sie ausführlich und mit zahlreichen Hintergründen.

Natürlich beginnt ein Neubiberger Osterspaziergang im Umweltgarten. Zumal dieser in diesem Jahr ein doppeltes Jubiläum feiern kann: Vor 30 Jahren wurde er eingeweiht, vor 15 Jahren übernahm der neu gegründete Umweltgartenverein Mitverantwortung für die Pflege und das Gedeihen dieser weit über die Gemeindegrenzen hinaus renommierten Umwelteinrichtung. Als Ausgangspunkt bieten sich ganz am östlichen Ende Arboretum, Steingarten und Marktplatz an. Die Flora zwischen Staudengarten und Gewürzkräutergarten ist im Vorfrühling erst wenig entwickelt, aber die Tiere freuen sich bereits erkennbar auf wärmere Tage. Die Schafe sind froh, die Lammbraten-Zeit überlebt zu haben, und manches Kaninchen springt fröhlich als Osterhase im Kleintiergehege herum.

Am Wegesrand der Tour von Johanna Rumschöttel liegt auch der Neubiberger Friedhof.

Kreuz und quer flanierend kann man sich bei jedem Wetter einige Zeit im Umweltgarten aufhalten, ehe man im Osten über die Äußere Hauptstraße in den Bereich des ehemaligen Militärflugplatzes wechselt. Durch die Siedlung „Auf der Heid“, wo der Bürgermeister-Schneider-Weg auf einen der Väter des Umweltgartens verweist, sowie über einen geradlinigen Fuß- und Radweg erreichen wir den zur Jahrtausendwende gepflanzten Zukunftswald und anschließend den im gleichen Jahr eingeweihten Friedhof. Die Gräber tragen schon den ersten Frühjahrsschmuck. Im sechs Meter hohen Turm der Aussegnungshalle hängt eine Glocke, die die polnische Partnerpfarrei Antoninek/Posen der Neubiberger Pfarrgemeinde Rosenkranzkönigin zur Verfügung gestellt hat.

Zwischen Wasserlauf und Meditationsgarten des Friedhofs im Norden sowie den sich südlich davon erstreckenden und im alten Zustand belassenen Teilen der ehemaligen Start- und Landebahn mit ihren Sport- und Spielmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene wandern wir entlang – und steigen die wenigen Meter zum Friedhofshügel hinauf. Beim österlichen Hochkreuz, das die politische Gemeinde der katholischen Pfarrgemeinde verdankt, ist es Zeit für eine erste Rast. Sie ermöglicht nicht nur einen Blick auf den wunderbaren Landschaftspark zwischen Ottobrunn, Unterhaching und Neubiberg, sondern auch – wenn der Wettergott die nötige Fernsicht zulässt – das Gefühl, den Bergen ganz nahe zu sein. Anschließend lädt der Landschaftspark zu einem ausgiebigen Rundgang ein, bei dem man die Hoffnung nicht aufgeben sollte, dem Osterhasen zu begegnen – dies allerdings nur, wenn die Hundemeile nicht von anderen Vierbeinern überfüllt ist.

Der Rückweg führt zwischen Friedhof und Universität der Bundeswehr einige Schritte entlang der Rosenheimer Landstraße Richtung München, ehe man den westlichen Ausgang des Umweltgartens erreicht, um von dort zum Ausgangspunkt mit dem Gefühl zurückzukehren, dass Neubiberg seinen oft beschworenen Gartenstadtcharakter eigentlich ganz gut bewahrt hat.  mm

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