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Hass auf Polizisten: Unbekannte haben Baustellenschilder an der Münchner Straße in Schäftlarn beschmiert.

Nach "Fuck CSU"-Gekritzel in Neubiberg

Randalierer beschmieren Schilder und Hauswände

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    Thomas Radlmaier
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Schäftlarn/Neubiberg – Mit schwarzer Sprühlack-Farbe haben unbekannte Täter am frühen Sonntagmorgen in Schäftlarn gewütet. Die Tat erinnert an einen Fall in Neubiberg.

Nach Auskunft der Polizei wurden vom Ortskern Hohenschäftlarn auf einer Strecke von circa einem Kilometer bis in die Münchner Straße hinein zwischen 2 und 6 Uhr früh mindestens 40 Örtlichkeiten beschmiert, darunter Schaufensterscheiben, Verkehrsschilder, Hauswände und Baustellenschilder. Mit Acrylfarbe haben die Täter politische Schriftzüge aus dem linken Spektrum aufgebracht, aber auch Beschimpfungen wie „I hate all cops“. Die leeren Dosen haben sie danach mitgenommen. 

Da sich die Farbe nicht entfernen lässt, spricht die Polizei von einer Schadenshöhe von mehreren zehntausend Euro. Die Beamten hoffen nun auf Zeugen. Hinweise nimmt die Polizei Grünwald unter Tel. 089/6 41 44-0 entgegen.

Vor einiger Zeit beschmierten Unbekannte CSU-Plakate in Neubiberg

Es ist nicht das erste Mal, dass mutmaßlich politisch links motivierte Täter im südlichen Landkreis wüten. Vor etwa zwei Wochen haben Randalierer Plakate der Jungen Union Neubiberg zerstört (wir berichteten). „Fuck CSU“, „Rassisten aufs Maul“ und „No heart for a nation“ waren darauf geschmiert. Ähnlich wurden auch Plakate bekritzelt, mit denen die CSU vor etwa zweieinhalb Monaten eine sicherheitspolitische Veranstaltung ankündigte. Nach Angaben der CSU entstand dabei ein Sachschaden in der Höhe von eintausend Euro. 

Auf der Facebook-Seite der CSU Neubiberg kursiert zudem ein Foto von einem demolierten BMW. In der Windschutzscheibe steckt ein Baumstamm, die Fahrertür ist mit einem Anarchie-A beschmiert. Laut CSU stand das Auto vor ein paar Monaten auf dem Rewe-Parkplatz in Neubiberg. Der Polizei ist der Fall nicht bekannt.

Nicola Gehringer: "Eine bedauerliche Entwicklung"

Für Nicola Gehringer, die Kreisvorsitzende der JU München-Land, sind die Vorfälle eine „bedauerliche Entwicklung“. Sie sagt: „In Neubiberg haben sich Menschen zusammengetan, die extremst linksradikal sind.“ Diese würden die CSU wegen ihrer „klaren und humanen Haltung in der Flüchtlingskrise“ als rechtsradikal empfinden. „Dabei treibt die CSU ein NPD-Verbotsverfahren voran.“ 

Sowohl die CSU als auch die JU Neubiberg haben Anzeige bei der Polizei erstattet. Wie der Ottobrunner Polizeichef Armin Ganserer auf Nachfrage des Münchner Merkur berichtet, gibt es im Zuständigkeitsbereich der PI 28 „keine Auffälligkeiten“ hinsichtlich politisch links motivierter Straftäter. Den Fall mit den beschmierten Plakaten in Neubiberg hat nun das Fachkommisariat polizeilicher Staatsschutz der Kriminalpolizei übernommen. Laut einem Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Allerdings geht die Polizei davon aus, dass es sich bei den Schmierereien in Neubiberg und Schäftlarn um Einzelfälle handelt.

soh/rat

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