Polizei über Malina-Gutachten: „Es gibt unterschiedliche Ergebnisse“

Polizei über Malina-Gutachten: „Es gibt unterschiedliche Ergebnisse“
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Das Ende der roten Erde: Im Frühjahr soll im Neubiberger Sportzentrum ein neuer Kunstrasenplatz gebaut werden.

Deutlich teurer als gedacht

SPD sauer: 1,5 Millionen Euro für Kunstrasenplatz

Neubiberg - Nach jahrelanger Diskussion hat sich der Gemeinderat für den Neubau eines modernen Kunstrasenspielfeldes im Neubiberger Sportzentrum ausgesprochen. Gleichwohl ärgern sich die Gremiumsmitglieder über unerwartete Mehrkosten.

Jahrelang hat man sich in Neubiberg mit Kosten und der Standortfrage für einen neuen Kunstrasenplatz beschäftigt. Nun soll es ganz schnell gehen. Noch heuer will die Gemeinde rund fünfzig Bäumen um den bisherigen Rote-Erde-Platz auf dem weitläufigen Sportgelände fällen lassen. Baubeginn ist im kommenden Frühjahr. Im September 2017 startet der Punktspielbetrieb auf dem Areal. Der Gemeinderat hat sich einstimmig für den Neubau eines Kunstrasenplatzes samt moderner Flutlichtanlage ausgesprochen. 

Gleichwohl störten sich einige Räte über eine Kostenmehrung von 342 000 Euro. Mit 1,48 Millionen Euro wird das Projekt Kunstrasen rund 30 Prozent teurer als in der Grobschätzung. „Ein bisserl ärgerlich“ nannte Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U) die Mehrkosten. „Nicht ein bisserl ärgerlich, sondern extrem ärgerlich“ sei das, sagte Tobias Heberlein (SPD). Planer und Landschaftsarchitekt Gerhard Kowollik sagte, er habe von der bloßen Draufsicht die Mehrkosten nicht einschätzen können. „Sonst hätte mir jeder vorgehalten, was ich an dem Projekt verdienen will“, verteidigte er sich. 

Im Kern muss die alte Flutlichtanlage durch vier neue Masten und einem neuen Fundament ersetzt werden. Auch die Strahlkraft der Anlage müsse auf 200 Lux angehoben werden. Ein teures Konstrukt, das in dieser Form in den Eingangsplanentwürfen fehlte. Hinzukommen erweiterte Sicherheitszonen, eine dadurch notwendig werdende Geländeanpassung samt Hügelabtrag und Nachbarschaftgrenzbefestigung, neue Ballfangzäune, eine Erweiterung der Garagenlandschaft und ein Technikraum für eine moderne Bewässerungsanlage. 

Trotz kritischer Töne bekam das Projekt den Zuschlag. Kilian Körner (Grüne) sagte: „Wir sind beim Kunstrasen in guten und erfahrenen Händen“. Michael Jäger (CSU) meinte, man solle das Projekt jetzt umsetzen. „Wir planen seit 2012 und jede neue Verschiebung kostet Geld“, so Elisabeth Stettmeier. „Die Sportler haben sehr lange gewartet und ein Anrecht auf ein Punktspiel gerechtes Spielfeld.“

Harald Hettich

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