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Schnell zur Stelle: die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Neubiberg.

Feuerwehr sauer auf Malteser Hilfsdienst

Spenden: Feuerwehr und Malteser im Clinch

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Die Feuerwehr Neubiberg ist sauer auf den Malteser Hilfsdienst: Denn bezahlte Kräfte sollen an Haustüren für einen Dienst der Malteser geworben haben, den dieser in Neubiberg gar nicht anbietet. Die Feuerwehr aber schon.

Landkreis – „Warnung vor Spendensammlern“ lautet die Überschrift einer Nachricht, die die Freiwillige Feuerwehr Neubiberg auf Facebook gepostet hat. Der Eintrag wird fleißig kommentiert. Denn darin werfen die Brandhelfer Mitarbeitern des Malteser Hilfsdienstes vor, im Ort „unter Vortäuschung falscher Tatsachen“ von Haustür zu Haustür zu gehen und Spenden zu sammeln. Die Sammler behaupten, so der Vorwurf der Feuerwehr, dass der First-Responder-Dienst in Neubiberg durch den Malteser Hilfsdienst sichergestellt wird und dieses Angebot nur durch Spendengelder aufrecht erhalten werden könne.

Mit dieser Aussage sind die Sammler aber an den Falschen geraten. „Einer meiner eigenen Führungskräfte ist an der Haustür angesprochen und um eine Spende gebeten worden“, erzählt Kommandant Hannes Degen. Dabei soll der Bittsteller auch die medizinische Versorgung infrage gestellt haben. „Er hat zum Beispiel gesagt, dass es bis zu 30 Minuten dauern kann, bis ein Rettungswagen kommt.“

Tatsächlich betreiben die Malteser aber weder in Neubiberg noch in den angrenzenden Gemeinden einen First-Responder-Dienst. „Dieser wird ausschließlich durch uns sichergestellt – und funktioniert gut“, betont Degen. 50 seiner Leute seien entsprechend geschult und könnten im Notfall medizinische Hilfe leisten und die Zeit überbrücken, bis ein Rettungswagen oder Notarzt kommt. Deshalb hält Degen auch die Behauptung des Sammlers, was die medizinische Versorgung angeht, für dreist. „Das kann zur Verunsicherung in der Bevölkerung führen, vor allem bei älteren Mitbürgern.“

Gabriele Rauecker, beim Malteser Hilfsdienst im Erzbistum München und Freising für Fundraising und Mitgliederwerbung zuständig, bestätigt, dass der Malteser Hilfsdienst in Neubiberg keinen First-Responder-Dienst anbietet, aber in Taufkirchen. Und tatsächlich sei derzeit ein Team aus fünf Personen im Landkreis München unterwegs und bitte an den Haustüren um Spenden. „Darauf sind wir angewiesen“, betont Rauecker.

Bei den Spendensammlern handele es sich aber nicht um ehrenamtliche Mitarbeiter der Malteser, sondern um bezahlte Kräfte. Sie erhalten laut Rauecker eine „erfolgsbezogene Entlohnung“. Dass einer von ihnen deshalb mutwillig falsch informiert habe, will sie nicht glauben. „Das sind garantiert keine bösartigen Leute oder Betrüger“, sagt sie und will nun genau klären, wie es zu der „Ungenauigkeit“ gekommen ist. Schließlich würden die Sammler extra geschult, um solche Vorkommnisse zu vermeiden. Sie bedauert den Vorfall und will in dieser Angelegenheit mit der Neubiberger Feuerwehr Kontakt aufnehmen. „Wir wollen natürlich nicht mir Diensteistungen werben, die wir nicht anbieten“, betont sie.

Dass es bei Haussammlungen zu Ärger mit Bürgern kommt, sei übrigens keine Seltenheit. „Viele Leute mögen das einfach nicht“, sagt Rauecker. Auch mit anderen Hilfsorganisationen komme man sich ab und an in die Quere. „Das Spendenwesen ist ein Markt. Da gibt es Konkurrenz“, gibt sie zu.

Degen wiederum hofft auf die Einsicht des Hilfsdienstes und vor allem darauf, dass sich so ein Fall nicht wiederholt. Sollten allerdings weiterhin derartige „Lügen“ durch die Sammler verbreitet werden, will er auch rechtliche Schritte nicht ausschließen.

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