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Ein glücklicher Neubiberger Wahlsieger Thomas Pardeller feierte am Sonntag im Kreise seiner Familie (v.r. die Eltern Peter und Claudia Pardeller, Schwester Julia Pardeller und deren Freund Julian Staneker) aufg rund von Corona nur im engsten Kreis.

Stichwahl entscheidet Heyland-Nachfolge

Vereinen statt entzweien – Pardeller setzt auf Neuanfang für Neubiberg

  • vonHarald Hettich
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Der neue Neubiberger Bürgermeister heißt Thomas Pardeller. Die CSU erobert damit das dortige Rathaus.

Neubiberg – Bei der Stichwahl am Sonntag kam der 32-jährige CSU-Politiker auch dank breiter Unterstützung der Liste USU/Junge Neubiberger bei 3626 Wählerstimmen auf 55,8 Prozent der Stimmen. Der unterlegene Stichwahl-Kandidat Kilian Körner (Grüne/ÖDP) kam auf 44,2 Prozent (2869 Stimmen). Die weiteren Kandidaten um den Chefsessel im Rathaus, Reiner Höcherl von den Freien Wählern sowie Elisabeth Gerner (SPD) waren nach dem ersten Wahlgang vor zwei Wochen ausgeschieden. Die Wahlbeteiligung lag laut letzten Informationen wie vor zwei Wochen bei gut 56 Prozent.

Pardeller wird nach seinem Wahlerfolg offiziell im Mai das Amt des Ersten Bürgermeisters übernehmen. Er folgt auf Günter Heyland (FW.N@U). Der bisherige Rathauschef war nach zwei Amtsperioden nicht mehr angetreten. „Überwältigend, ich hätte ein knapperes Ergebnis erwartet“, freute sich der Wahlsieger über den deutlichen Vertrauensbeweis der Wähler. Pardeller dankte einer „großen Schar an Unterstützern“ und würdigte „einen fairen Wahlkampf“. Insbesondere seinem Kontrahenten Kilian Körner zollte er großen Respekt.

Nun sollen Sachorientierung und Demut mitregieren

Im neuen Gemeinderat müsse nach den vielen Querelen zuletzt „wieder die sachorientierte Zusammenarbeit im Vordergrund stehen“. Er selbst gehe „mit großer Freude, aber nicht zuletzt auch aufgrund der allgegenwärtigen Corona-Krise auch mit sehr viel Demut“ an seine neue Aufgabe heran. „Ich möchte allen im Gemeinderat die Hand reichen“, betonte der ab 1. Mai neu amtierende Bürgermeister.

Viel wird dann auch auf den unterlegenen Kilian Körner ankommen, der sich stets stimm- und meinungsstark im Rat positioniert. Dem Grünen-Politiker blieb durch die Stichwahlniederlage erneut das oberste Gemeindeamt verwehrt. Nach seiner Niederlage im ersten Wahlgang 2014 schaffte er es dieses Mal in die Stichwahl . „Wir haben jetzt einen neuen Bürgermeister“ betonte der 58jährige und gratulierte Wahlsieger Pardeller ausdrücklich. Auch Körner betonte einen „fairen Wahlkampf“. „Ich bin natürlich enttäuscht, setze aber auf sachliche und gute Zusammenarbeit im neuen Rat“.

Grüne haben gleich viele Sitze im Gemeinderat wie die CSU

Langweilig wird es dort sicher nicht. Wichtige Themen wie der Rathausneubau samt Bürgerzentrum stehen auf der Agenda des neuen Rathauschefs und des Rates. Dazu lässt der Ausgang der Gemeinderatswahl Mitte März viel Raum für sachpolitische wie themenspezifisch wechselnde Allianzen. Wie die CSU kommen auch die erstarkten Grünen auf sieben Sitze im 24-köpfigen Rat. Die Freien Wähler müssen sich nach Stimmenrückgängen mit vier Sitzen, die SPD mit deren drei bescheiden. Die junge Liste USU/JN ist künftig mit zwei Räten, die FDP mit einem Mandat vertreten. 

Den Verlauf der Stichwahl-Auszählung für die Rathäuser im Landkreis München und das Landratsamt lesen Sie in unserem Stichwahl-Ticker.

Infizierte Wahlhelfer: Aktuelle Nachrichten zur Coronakrise finden Sie im Ticker für den Landkreis München.

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