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Unternehmen baut Standort aus - Stromerzeuger im Aufwind

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Von: Harald Hettich

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Der prosperierende Firma Encavis reicht am angestammten Standort der Platz längst nicht mehr aus.
Der prosperierende Firma Encavis reicht am angestammten Standort der Platz längst nicht mehr aus. © hh

Mit einem Grundsatzbeschluss, das Baurecht im Gewerbegeflecht auszuweiten, will die Gemeinde Neubiberg dem Unternehmen Encavis den Verbleib am Standort ermöglichen.

Neubiberg – Die Firma Encavis ist ein unabhängiger europäischer Stromerzeuger aus erneuerbaren Energien und seit rund 20 Jahren in Neubiberg ansässig. Die Branche und das Unternehmen boomen, die Firma braucht schlicht mehr Platz am eigenen Miet-Standort der Prof.-Messerschmitt-Straße 3.

Nach der Diskussion im Gemeinderat erging der Beschluss einstimmig, welcher jetzt die weitere Planung und die begleitende Lösung offener Fragen einläutet. Das Gelände im Umgriff der Prof-Messerschmitt-Straße 3 ist bereits üppig bebaut. 2011 als Mischgebiet um ein bestehendes, inzwischen 35 Jahre altes Bürogebäude festgesetzt, wurden hier Wohngebäude im Geschoss- und Reihenhausstil realisiert ebenso wie ein eigenes Parkdeck. Weil Freiflächen rar sind und das Baurecht seinerzeit voll ausgeschöpft wurde, will der Grundstückseigentümer für das Unternehmen Synergien nutzen. So soll das besagte Parkdeck in einem ersten Bauabschnitt östlich für dessen gewerbliche Nutzung mit einem dreigeschossigen Bürokomplex plus eines Terrassengeschoßes auf dem geplanten Flachdach überbaut werden. Dadurch soll zusätzliche Geschoßfläche von 1,725 Quadratmetern entstehen. „Angedacht als späterer Bauabschnitt“ ist zudem, bei Abbruch des aktuellen Bürokomplexes als „westliches Baufeld“ eine Büro-Neubebauung im Umfeld des aktuellen Standortes zu forcieren. Bisher ist dieser zweite Bauabschnitt noch nicht fix und harrt einer detaillierteren Überplanung. Insgesamt würde das Gelände aber weiter nachverdichtet.

Gemeinde sieht Planung positiv

Die Gemeindeverwaltung steht den Planungen eines ihrer wichtigen Gewerbe-„Player“ mit zweistufiger Umsetzungsperspektive einer maßvollen Nachverdichtung „positiv gegenüber“. Wichtige Details von der Einhaltung der kommunal gültigen Abstandsflächen über die weitere Ausgestaltung des Nutzungs-Mix bis zum Mobilitätskonzept sollen zwischen den Handlungspartnern im Rahmen eines speziellen Angebotsbebauungsplans auch in einen städtebaulichen Vertrag einfließen. Zwar existiert nach Informationen der Verwaltung für das Baufeld eins bislang lediglich „ein skizzenhafter Gebäudeentwurf“. Doch im nicht öffentlichen Sitzungsteil wurden offenbar weitergehende planerische, zeitliche und finanzielle Aspekte erörtert. Details durften im öffentlichen Teil nicht bekannt gemacht werden.

Bedenken am Ende zurückgestellt

Am Ende stellten Bedenkenträger ihre Einwände zurück. Der Gemeinderat votierte einstimmig für den Grundsatzbeschluss, der eine Weiterplanung im gemeinsamen Kontext und auf Basis der exakten Vorgaben in Bebauungsplan und städtebaulichem Vertrag vorsieht. „Bekannter Partner, schlüssige Ausrichtung und wichtiger Ausbau.“ Am Ende verfing der Ansatz von Bauamtschef Christian Einzmann und Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU).

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