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Unterbiberg soll vom Verkehr entlastet werden.

Bundeswehr-Uni wächst

Uni-Campus: Unterbiberg bleibt verschont

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Bloß keinen Verkehrskollaps: Unterbiberg soll nicht unter der Wachstumsplänen der Bundeswehr-Uni in Neubiberg leiden. es gibt eine Lösung.

Neubiberg – Eine „Win-Win-Situation“ für Bundeswehr und Gemeinde sehen der Vizepräsident der Bundeswehr-Universität, Matthias Heinitz, und Neubibergs Bürgermeister Günter Heyland in den Plänen für den Uni-Campus. Im Fokus des Gesprächs am Montag standen die anstehenden Bauarbeiten sowie die Auswirkungen des steigenden Verkehrs für die Gemeinde Neubiberg.

Mehr Inhalt, mehr Personal, mehr Räume: Der Campus soll wachsen. „Es ist das erste signifikante Wachstum seit zwei Jahrzehnten. Und es ist keine Vergrößerung unseres Geländes“, stellte Heinitz klar. Was die Uni auf ihrem 144 Hektar-Areal plant, ist aber immens. Die Zahl der Studenten soll von heute 2800 in wenigen Jahren auf 3200 anwachsen. Hinzu kommen insgesamt 400 neue Mitarbeiter- und Professur-Stellen im Zuge der neuen Forschungsprogramme ITIS und Code in den kommenden fünf bis sieben Jahren. Dafür sollen im Osten des Uni-Geländes neben 200 Wohneinheiten auch ein oder zwei Parkhäuser errichtet werden. Im Umgriff des Towers sind zudem weitere Räume für die sensible (Cyber-)Forschung vorgesehen. „Aus Gründen der Sicherheit aber mehr in die Tiefe gebaut“, betonte Uni-Pressesprecher Michael Brauns.

Doch diese Pläne sollen nicht zum Verkehrskollaps in Neubiberg führen. Vielmehr soll Unterbiberg durch eine Verlagerung des Verkehrshauptstroms nach Osten nicht weiter belastet werden. Die Lösung: Ein Durchstich „Auf der Heid“ nach Norden zum Uni-Geländehin. Er soll den Verkehr künftig vermehrt über die Ostspange führen – an Unterbiberg vorbei. Und der Schwerlastverkehr in der Bauphase soll über den Osten abgewickelt werden. Am Osttor wird zudem eine weitere Wache eingerichtet. Das Flurstück Werner-Heisenberg-Straße, das dem Bund gehört, soll geteilt werden und ein Zaun am Nordende das Bundeswehr-Areal sichern.

Im Gegenzug signalisierte Heinitz nach Gesprächen mit dem Bund Einverständnis für einen Grunderwerb der Gemeinde weiter nördlich. Den heutigen Geh- und Radweg könne die Kommune erwerben und für den Individual- und öffentlichen Nahverkehr widmen. Zudem will die Gemeinde um eine Änderung der Beschilderung an den Autobahnanschlüssen kämpfen. Die Abfahrt „Neubiberg“ in Unterbiberg soll umbenannt werden, um den Durchgangsverkehr abzuschwächen. Weiter südlich soll der Anschluss „Ottobrunn/Unterhaching“ durch „Neubiberg“ ergänzt werden.

„Wir dürfen nicht die Uni als Verursacher der Probleme darstellen“, betonte Heyland in punkto Verkehr vor dem Hintergrund, dass die Bundeswehr seit 1973 vor Ort und ein wichtiger Steuer-Zahler ist. Durch den Wegfall der geplanten Südanbindung Perlach bleibe Unterbiberg stark belastet. Radverkehr soll gefördert werden, um Verkehrschaos zu vermeiden, das durch das Perlacher Tor und die Überplanung des Löwenbräu-Geländes noch verstärkt wird. Harald Hettich

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