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Nach acht Jahren als Schulleiterin an der Grundschule in Unterbiberg geht Karin Berentz in Ruhestand.

Großes Abschiedsfest

Rektorin Karin Berentz geht in Ruhestand

Unterbiberg - Grundschulrektorin Karin Berentz geht in Ruhestand. Sie war die erste Schulleiterin der Lehreinrichtung, die vor acht Jahren gegründet wurde. Ihre Nachfolgerin steht bereits fest.

Am Ende der eigenen pädagogischen Laufbahn kamen bei Karin Berentz noch einmal ganz große Gefühle auf. Alle 200 Schüler hatten beim Abschiedsfest in der Aula der Schule am Hachinger Bach zu Ehren der scheidenden Rektorin das Musical „Hühnerhof“ auf die Bühne gezaubert. Die Darsteller trugen Hühner-Kostüme. Gemäß dem Drehbuch brüteten sie ein Adler-Junges aus, das die junge Gemeinschaft anschließend in die Freiheit der Lüfte verabschiedete. „Das war wohl eine klare Anspielung auf meine Person und einen neuen Lebensabschnitt, der jetzt für mich und meine Familie ansteht“, sagt Berentz im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie freue sich freilich darüber, in Ruhestand gehen zu dürfen. Gleichwohl blickt sie voller Zufriedenheit auf die vergangenen acht Jahre zurück. „Es war eine spannende Zeit“, sagt sie. Ihr Amt übernimmt die bisherige Sauerlacher Konrektorin Diana Lörner-Steinfeld. 

Berentz studierte Lehramt in München. Zunächst war sie als Lehrerin in Sauerlach tätig. Anschließend unterrichtete sie 14 Jahre lang an der Hauptschule in Unterhaching. Als Konrektorin der Grundschule Neubiberg sammelte sie wertvolle Erfahrungen in einer leitenden Position. Dann bekam sie das Angebot, die Unterbiberger Schule zu leiten. „Die Chance, bei der Etablierung der neuen Grundschule in Unterbiberg ab 2009 von Anfang an dabei zu sein, habe ich mit großer Freude ergriffen“, erinnert sich Berentz. „Wir mussten ja am Anfang das neue Schulgebäude erst einmal einrichten – Aus dieser fordernden Aufgabe resultierte aber auch viel Gestaltungsfreiheit.“ 

„Wir haben das Schulleben Zug um Zug zusammen entwickelt“

Zudem konnte Berentz nach eigener Aussage von Beginn an auf starke Verbundenheit und Mitarbeit ihres Umfelds setzen. „Mit dem 15-köpfigen Lehrerteam, Konrektorin Dunja Schoerrig, dem Elternbeirat und auch der Gemeinde konnte ich toll zusammenarbeiten.“ Aufgeschlossen sei man stets ihren Projekten begegnet. „Wir haben das Schulleben an der noch so jungen Einrichtung Zug um Zug zusammen entwickelt“. 

Den Aufbau der Ganztageszüge mit gebundenem Ganztagesunterricht bis 15.30 Uhr seit vier Jahren und eine gelungene etablierte Schulsozialarbeit mit zwei Pädagoginnen zählt Berentz zu wichtigen Errungenschaften ihrer Zeit. Ebenso den Aufbau einer eigenen Schulbücherei, verschiedener Arbeitsgemeinschaften von Schach bis Sport oder die Aktion Lesepaten. „Ein echter Höhepunkt war aber das von Fachleuten betreute Zirkusprojekt im Vorjahr, an dem alle Schüler beteiligt waren. Das waren großartige Aufführungen, die uns alle noch mehr zusammengeschweißt haben.“ 

Im Ruhestand möchte sich Berentz mehr Zeit für die eigenen Hobbys widmen. Das sind vor allem Lesen und Wandern, aber freilich auch Zeit zu verbringen mit ihrem Ehemann, den zwei Töchtern und vor allem vier Enkelkindern. Beim Abschiedsfest überreichte eine Enkelin der Oma zum Abschied von der Schule eine Schultüte.

Harald Hettich

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