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Beliebtes Kulturzentrum: Im Haus für Weiterbildung ist immer viel los.

Grünes Licht für Sanierung

Weg frei fürs Haus für Weiterbildung

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Es kann losgehen: Der Gemeinderat hat die Sanierung im haus für Weiterbildung in Neubiberg genehmigt. Allerdings mit Auflagen.

Neubiberg – Die Sanierung des Hauses für Weiterbildung (HfW) am Rathausplatz in Neubiberg kann beginnen. Der Gemeinderat hat es sich bei dem rund 4,76 Millionen Euro teuren Projekt mit der Entscheidung nicht leicht gemacht. Rund vier Stunden diskutierte der Rat, bis ein einstimmiger Beschluss fiel. Wichtigster Punkt: Möglichst viele Einsparpotentiale finden, um die Kosten im Rahmen zu halten.

Die Modernisierung an sich ist aber alternativlos. Denn sie ist ein Teil des Gesamtprojektes „Bürgerzentrum Neubiberg 2022“, in dessen Zuge das Rathaus saniert und erweitert und eine Tiefgarage gebaut wird. Wie berichtet, muss die Belegschaft für die Dauer der Arbeiten in angemietete Büros am Bahnhofsplatz umziehen.

Das wesentliche Ziel fürs Haus für Weiterbildung: „ein uneingeschränkt und komfortabel nutzbares, heutigen und absehbaren künftigen Anforderungen und Nutzungen zentrales Gebäude (…) für Veranstaltungen und Kultur“ zu erhalten. Für mindest 25 weitere Jahre soll das Gebäude fit gemacht werden. Ein rund 11,3 Millionen Euro teurer Neubau ist vom Tisch . Die Sanierungsliste umfasst 18 Punkte – von der Erneuerung der Haustechnik bis zur Neugestaltung des Eingangsbereichs mit neuem Haupttor. Vor allem (brandschutz-)technisch, bei der Hauselektrik, beim Heizsystem und aufgrund gravierender Mängel im Trinkwassernetz mit Legionellen-Befall ist viel zu tun. Tobias Heberlein (SPD) „brennt“ insbesondere der Brandschutz „unter den Nägeln“. Fazit: „Wir kommen da nicht umhin. Andernfalls droht aus Sicherheitsgründen mittelfristig eine Schließung des Hauses“, warnte Bürgermeister Günter Heyland (Freie Wähler N@U). Und je länger diese Aufgaben hinausgeschoben werden, desto teurer wird auch die Sanierung, warnte Bauamtsleiter Christian Einzmann. Diese Meinung teilt Architektin Ulrike Donner.

Doch die Einigung auf dieses Maßnahmenpaket dauerte. Zunächst sah in der Gemeinderatssitzung wenig danach aus. Schon bei den umfangreichen Vor-Beratungenim Planungsausschuss waren Kontroversen aufgetreten. Diese zeichneten sich auch im Rat ab. Finanzreferent Hartmut Lilge (CSU) forderte immer wieder Einsparungen und warnte vor einer prekären Finanzsituation der Gemeinde, andere Großprojekte wie Seniorenzentrum oder Bahnunterführung gefährden könnte. Auch Grünen-Rat Kilian Körner fragte: „Ist das alles nötig und möglich?“ Kämmerer Fabian Leininger beruhigte: „Selbst wenn alle derzeit fixierten Großprojekte realisiert werden, bleiben Rücklagen von rund einer Million Euro bis 2021.“ Zu wenig für Kritiker wie Lilge. Es gelte auch, an in der Schwebe befindliche Projekte zu denken. „Was sollen die Senioren denken“, wenn man sich beim HfW verhebe und nicht genug Geld für das neue Zentrum zur Verfügung stehe?

Andere Ratsmitglieder hingegen plädierten hingegen deutlich für eine rasche Umsetzung der Sanierung. Elisabeth Stettmeier (FW) betonte: Man dürfe die Projekte „nicht gegeneinander ausspielen“.

Eine Probeabstimmung zu Beginn der Beratungen brachte mit 11:10 pro Sanierung ein hauchdünnes Ergebnis. Erst nachdem der Rat in kleinteiliger Diskussion aller Detailfragen mit den anwesenden Fachleuten einige Einsparpotenziale herausgearbeitet hatte, war das Abstimmungsergebnis pro Sanierung einstimmig. Gespart werden soll durch einen Verzicht auf ein gesondertes Kühl- und Lüftungssystem für den großen Veranstaltungssaal (rund 390 000 Euro weniger). Auch die Leseterrasse (60 000 Euro weniger) in der der Bibliothek gibt es nicht. Zudem soll bei der Möblierung kräftig gespart werden (60 000 Euro). Trotz knapper Ablehnung wird auch ein Verzicht auf die Fußbodenheizung im zweiten Geschoss geprüft.

Am Ende konnten die Projektbefürworter durchatmen. Die Sanierung des HfW wurde abgesegnet – allerdings mit einer klaren Obergrenze. Den Risikopuffer möglicher Kostensteigerungen zurrten die Räte bei 20 Prozent fest. Auch eine Projektsteuerung soll ins Boot geholt werden.

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