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Nach drei Suiziden in Neubiberg

Wehrbeauftragter besucht Bundeswehr-Uni

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Neubiberg - Die rätselhafte Suizid-Serie an der Bundeswehr-Universität in Neubiberg schlägt hohe Wellen: Der Wehrbeauftragte des Bundestages will die Selbsttötungen untersuchen.

Dazu reist der SPD-Politiker in den kommenden Tagen nach Neubiberg, um sich an der Uni selbst ein Bild zu verschaffen. Das bestätigte eine Mitarbeiterin von Bartels Büro gegenüber dem Münchner Merkur

Wie berichtet, hatten sich Ende 2015 innerhalb von sechs Wochen drei Bundeswehr-Studenten umgebracht. Die Gründe sind nicht bekannt. Einem Bericht des Spiegels zufolge habe sich ein „besorgter Vater aus Nordbayern“ in einem Brief an Bartels gewandt, um den Selbsttötungen auf den Grund zu gehen. 

Der Vater sehe demnach die Ursache der Suizide in dem hohen Druck, der durch das Intensivstudium an Bundeswehr-Hochschulen auf den jungen Studierenden laste. Die Universität selbst ist über den kurzfristigen Besuch des Wehrbeauftragten informiert. Pressesprecher Michael Brauns sagte: „Dass ein Wehrbeauftragter eine größere Bundeswehr-Stelle besucht, ist normal.“ Die Ergebnisse von Bartels Untersuchungen sollen nicht bekannt gegeben werden. „Das ist alles intern“, so Brauns. Die Uni verkündete kürzlich die Gründung eines Allgemeinen Beirates, der sich dem Problem annehmen soll.

rat

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