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Das Innere des „Marders“: Im Panzer finden sechs Personen Platz.

Tag der Bundeswehr in Neubiberg

Spektakuläre Welt der Wissenschaft

Neubiberg - Der „Tag der Bundeswehr 2016“ auf dem Gelände der Bundeswehr-Universität in Neubiberg: Die uniformierten Parkplatzeinweiser blickten müde bis mürrisch drein, die Delegationen von Feldjägern an den zentralen Einlasspunkten ebenso. Die Präsentationen selbst hatten es in sich.

Der Tag selbst war bestens organisiert. „Zu unserem Konzept gehört es, alle Organisationsbereiche der Bundeswehr an diesem Tag abzubilden“, verriet Niehuss. Ein Spagat, der ihren Verbänden gelang. Der Besucher freilich musste Teilaspekte aus einem riesigen Angebot herausgreifen. Ein Fixpunkt war die zur „Welt der Wissenschaft“ umstrukturierte Mensa inmitten des Campus. Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften, Mathematik oder komplexe Technologien auf den Sektoren E-Technik oder der Informationstechnologie, der Informatik, Humanwissenschaften sowie der Luft- und Raumfahrttechnik bildeten das enorme Spektrum gerade der technischen Studiengänge in Neubibergs Bundeswehr-Uni ab. Professoren vermittelten im Laufe des Tages Heerscharen von Besuchern Einblicke in die ehrgeizigen Entwicklungen bei der zukunftsgerichteten Interaktion von Mensch und Maschine. Es gab Laborführungen und Roboter-Technik zum Anfassen. Experte Berthold Färber etwa demonstrierte Feinheiten des vollelektronischen Fahrsimulators. Verena Nitsch präsentierte ihre Forschungsansätze eines alltagstauglichen Roboters, der vom Menschen akzeptiert werden soll. Wissenschaft wurde auf diese Weise transparent – die Nachfrage junger und alter Besucher geriet umfangreich. Sinnbild des Tages war ein Nachbau der legendären „Leonardo-Brücke“. Das beeindruckende Konstrukt Leonardo da Vincis aus dem späten 15. Jahrhundert zeigt eine sich selbst tragende Brückenkonstruktion ohne jegliche Art von Verbindungsmitteln wie Schrauben oder Nägel. Viele Besucher überschritten das sicher tragende Konstrukt und ließen sich anschließend in die feinen Wissenschaftswelten entführen. Stahlbetonbalken unter Biegebeanspruchung, Wärmebildkameras oder schwingende Turmkonstrukte aus dem Bereich „konstruktiver Ingenieurbau“ konnten diese Brückengeher nicht mehr schockieren.Harald Hettich

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