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Vitales Miteinander, viel Spaß, Freude mit Freunden, Lernen fürs Leben: Bei Jean Monnet wird der Pfadfindergedanke im Kollektiv seit 40 Jahren erfolgreich gelebt - auch auf und rund um die Meuten-Hängematte.

40. Geburtstag des Pfadfinderstamms

Die Meute liebt das Zelten sehr

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Der Pfadfinderstamm Jean Monnet Neubiberg  trägt nicht immer die typische Kluft. Aam Samstag zur Feier des 40-jährigen Bestehens aber ganz sicher.

Neubiberg/Ottobrunn – Die markante Kluft, die man weltweit mit den Pfadfindern verbindet, trägt beim allwöchentlichen Gruppennachmittag fast keiner der „Wölfinge“. Die Jüngsten des Neubiberger Pfadfinderstammes Jean Monnet tollen gemäß dem Pfadfinderleitbegriff „allzeit bereit“ in dem herrlichen Freigelände des Bahnhofwaldes herum. Im „Waldhäusl“, dem angestammten Haus des Stammes, ist an diesem sonnigen Nachmittag niemand anzutreffen. Am Samstag wird es garantiert voll. Die Neubiberger Pfadfindergruppe feiert Jubiläum.

Die sogenannten Meuten, unterschiedliche Gruppen des Stammes, werkeln an Baumhäusern, schnitzen, basteln, spielen und sporteln nach Herzenslust mit ihren älteren Meuteführern auf dem riesigen, weitläufigen Grundstück. Später kommen noch die älteren „Pfadis“ dazu. Das Lachen und der Frohsinn rund um und auf der zentralen, riesigen und zwischen zwei Bäumen gespannten Hängematte sind greifbar.

„Robin Hood“ feiert mit

Am Samstag dürfte es aber auch auf dem abgelegenen, und von Wald umsäumten Areal an der Bahnhofsstraße, das sich die Neubiberger mit dem Ottobrunner Stamm „Robin Hood“ teilen, noch mehr los sein. „Jean Monnet“ feiert dann mit einem fröhlichen Fest sein 40. Wiegenfest. Stammesführerin Julia Schmökel hat sich zusammen mit ihren erfahrenen Kolleginnen Veronika Auer und Johanna Bleichert aus dem Führungszirkel von Jean Monnet in eine Sitzgruppe am Rand des herrlichen Grünareals zurückgezogen. „Wir sind vor allem Freundinnen“ betonen die drei fast im Chor. „Bei den Pfadfindern lernst du nicht nur sehr viel, du findest auch Freunde fürs Leben“, betont Schmökel. Die 22-Jährige ist im Zivilberuf bei einer Bank beschäftigt, Auer arbeitet im Büro und Bleichert studiert Zahnmedizin. Seit über einem Jahrzehnt sind die drei an Bord. Als erfahrene Rover übernehmen sie wichtige Aufgaben von Stammesführung bis Finanzen oder Zeltlagerplanung. Gerade die mehrtägigen Zeltlager in den Pfingst- und Sommerferien sind Höhepunkte im Pfadfinderleben. Aber auch im Herbst und Winter werden Zelte auf öffentlichem Grund aufgeschlagen – im guten Dialog mit Bauern oder Landwirten. Auch im Stamm „Jean Monnet“, der nach einem der französischen Hauptakteure einer europäischen Einigungspolitik benannt wurde. International und gar weltweit denken auch die Pfadfinder selbst. Jean Monnet war zu Zeltlagern in Italien, einige Mitglieder weilten beim letzten Welttreffen in Japan. Das Herz von „Jean Monnet“ schlägt im Bahnhofswald zwischen Neubiberg und Ottobrunn. Hier laufen die Fäden zusammen. Hier übernehmen die Älteren im Stamm bewusst Verantwortung für Jüngere und die Stammesaktionen. In den Sippen und Meuten lernen die Kinder und Jugendlichen soziales Miteinander und Füreinander. Man steht für den anderen ein und unterstützt. Naturkunde und aktive Naturpflege stehen auf der Agenda, Geländespiele und Pfadfindertechniken. Wie baut man Gruppenzelte stabil, wie macht man Feuer, wie orientiere ich mich in unbekanntem Gelände? Antworten erarbeiten sich die Pfadfinder in der steten Interaktion. „Hoffnung, Freiheit, Wahrheit und Solidarität“ sind vier wichtige Leitlinien der Pfadfinderei.

Sie rennen nicht nur durch den Wald

Der Stamm „Jean Monnet“ gehört dem Bund der Pfadfinder (BDP) an, dem größten interkonfessionellen Verband Deutschlands. 85 Stammesmitglieder zählt man derzeit im Alter zwischen 5 und 25 Jahren. „Entgegen vieler Vorurteile, Pfadfinder würden nur durch den Wald rennen, Pfade finden oder Kekse verkaufen geht es bei uns um Grundlagen der Freundschaft und des Miteinanders“, betont Schmökel. „Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen“, das sei elementar.

Dazu gehört auch die Kleidung des Stammes. Ins Auge stechen neben den mehrfarbigen Tüchern als Ausweis der Zugehörigkeit zu einer der Altersstufen im Stamm. Die Zahl der Aufnäher auf den Hemden verweisen nicht nur auf die jeweilige Nationalität eines Stammes, sondern auch auf die Teilnahme an Aktionen oder Lagern. „Bei manchen älteren Pfadfindern sieht man vor laut Aufnähern die Kluft gar nicht mehr“, lachen die drei Rover-Damen. Nur heute sind sie in Zivil. Am Festsamstag ist das Tragen der Pfadfinder-Kleidung natürlich Pflicht. Das wissen auch die, die heute besonders fröhlich rund ums Waldhäusl abhängen. Zum 40. Geburtstag wird es vorübergehend auch etwas förmlicher. „Insgesamt gibt es bei uns aber nur zwei Regeln“, betont Stamm-Leiterin Schmökel. „Die eines harmonischen Miteinanders und jene, gute Freunde zu sein“. Im Bahnhofswald gelebt, sicher ein guter Leitsatz auch für andere Gemeinschaften.

Die Feierlichkeiten

zu 40-Jahren Pfadfinderstamm Jean Monnet beginnen an diesem Samstag an der Bahnhofstaße 23 um 15 Uhr. Neben ehemaligen Stammesangehörigen, Eltern, Freunden und Offiziellen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Spannende Einsichten und weitere Informationen vermittelt auch die Web-Seite des Stammes unter www.jean-monnet.de.

Lesen Sie auch: Pfadfinderhaus: Sanierung muss warten

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