Neue Container: KJR betreut 50 junge Flüchtlinge

Oberschleißheim - n Containern auf dem Gelände der Jugendbegegnungsstätte am Tower (JBS) in Oberschleißheim bringt das Landratsamt 50 minderjährige Flüchtlinge unter.

Die Gemeinde erteilte ihr Einvernehmen. Die Flüchtlinge sollen wenigstens zwei Jahre in der Notunterkunft bleiben. Der Kreisjugendring bemüht sich um Integration.

Während der Flüchtlingsstrom nicht abreißt, sorgt sich das Münchner Landratsamt vor allem um die Unterbringung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Die Zahl der unter 18-Jährigen, die den Landkreis ohne Eltern oder Verwandte erreichen, steigt überproportional. Zum 10. September waren 400 unbegleitete Jugendliche im Kreis registriert. Vor einem halben Jahr waren es noch 200. Seit geraumer Zeit sucht das Landratsamt händeringend Unterkünfte, im Idealfall Pflegeeltern. Aus dem Grund öffnet das Landratsamt erneut das JBS-Gelände. Bis vergangenen Oktober waren im Garten der vom Kreisjugendring München-Land (KJR) betriebenen Begegnungsstätte rund 90 Asylbewerber in Containern untergebracht. Auf den Fundamenten der längst abgebauten Notunterkünfte soll nun wieder eine zweistöckige Anlage aufgebaut werden.

Die Einrichtung selbst bleibt dieses Mal unberührt. Im vergangenen Jahr hatte man im Haupthaus Familien mit Kindern einquartiert. Der Kreis hatte seinerzeit Wort gehalten, hatte die Notunterkunft im vergangenen Herbst aufgelöst. Nach längerer Unterbrechung sollte der KJR seine Arbeit in der Jugendbegegnungsstätte ungestört aufnehmen können. Ein knappes Jahr darauf, wird das Gelände des KJR wieder dringend benötigt. Der Not gehorchend werden zunächst Unterkünfte reaktiviert, die sich in der jüngsten Vergangenheit bewährten.

Die aus Erd- und Obergeschoss bestehenden Container sind zunächst auf zwei Jahre befristet. Der Einzugstermin für die 50 Jugendlichen steht noch nicht fest. Zuletzt war von Oktober die Rede. Das Haus wird nicht belegt. Das Bildungsangebot des KJR bleibt unberührt. Den Oberschleißheimer Gemeinderäten gefiel die Vorstellung, dass die minderjährigen Flüchtlinge möglichst sinnvoll vom KJR beschäftigt werden sollen. Wie Helga Keller-Zenth (Grüne) mitteilte, ist daran gedacht, die Jugendlichen in den Werkstätten der JBS „an den Arbeitsmarkt heranzuführen.“ Die minderjährigen Flüchtlinge sollen eine Art „Vorlehre“ durchlaufen. „Sie werden rund um die Uhr betreut“, sagte Keller-Zenth. an

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