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O’zapft is: Bei einer Fahrzeugschau auf dem Freigelände des Kultur- und Sportzentrums konnten die Besucher die verschiedensten Elektrofahrzeuge bewundern.

Neue Impulse beim Sauerlacher Energietag

Sauerlach - Die Sicherheit der Energieversorgung zählt zu den entscheidenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, vor allem in Anbetracht steigender Energiepreise. Dieses Bewusstsein dafür weiter zu sensibilisieren stand am Samstag beim ersten Energietag in Sauerlach im Mittelpunkt.

Neue Impulse beim Sauerlacher Energietag

Der Arbeitskreis „Umwelt und Energie“ der lokalen Agenda 21 hat unter Leitung von Helmut Karl mit dieser Infoveranstaltung voll ins Schwarze getroffen, wie sich von den beachtlichen Besucherzahlen und auch an dem regen Interesse bei den einzelnen Fachvorträgen zeigte. Der Themenbogen spannte sich unter anderem vom energieeffizienten Bauen und Modernisieren bis hin zur Beantwortung der Fragen zur Energieeinsparung im Alltag, der Nutzung von regenerativen Energiequellen wie Photovoltaik, Biomasse oder Geothermie und die Möglichkeiten zum Anzapfen von Zuschuss- und Fördertöpfen.

Auch der Zukunft der Elektromobilität, die sich auf dem Freigelände des Kultur- und Sportzentrums mit einer Fahrzeugschau präsentierte, war Platz eingeräumt,darunter dem weltweit ersten in Großserie gebauten stromgetriebenen Auto aus Japan.

Zum Abschluss des Energietages stellten sich bei einer Podiumsdiskussion noch Rathauschefin Barbara Bogner, deren Amtsvorgänger Walter Gigl sowie Agenda-Akteur Helmut Karl und mit Robert Graf auch der Projektleiter des neuen Geothermie-Kraftwerkes der Stadwerke München dem Publikum. „Wo steht die Gemeinde Sauerlach derzeit bei ihrer Energiepolitik“, wollte Moderator Stefan Brainbauer wissen. Durch den Betrieb des Biomasse-Heizkraftwerkes der „Zukunfts-Energie-Sauerlach“ (ZES) sei die Gemeinde mit ihrer Öko-Bilanz zumindest was den Kernort betreffe, gut aufgestellt und diese werde sich durch die künftigen Wärmelieferungen aus der Geothermie noch verbessern, erklärte Bogner.

ZES-Geschäftsführer Walter Gigl erinnerte daran, dass die in der Gemeinde verbrauchte Heizenergie bereits zu 56 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen komme. Ein Verbesserungspotenzial läge in den Bereichen der peripheren Gemeindeteile nach Meinung Gigls im weiteren Ausbau von Hackschnitzel-Heizungen. Zusammenfassend erklärte Agenda-Sprecher Hans Friedrich, dass der Energietag und die daraus gewonnenen Erkenntnisse als Basis für die Erarbeitung eines Energie-Modells und damit auch Teil der Ausarbeitung des geplanten „Wirtschaftpolitischen Leitbildes“ für die Gemeinde Sauerlach dienen werden.

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