Weiht das „SpiriTUM“ ein: Monsignore Thomas Schlichting beim ökumenischen Semesterabschluss-Gottesdienst. Foto: MIC

Neue Räume für die Campuskirche

Garching - Es ist in Bayern ein ungeschriebenes Gesetz, dass die Kirche in der Mitte der Gesellschaft und im Zentrum der Ortschaften verankert sein muss. Auf dem Garchinger Forschungscampus ist die kirchliche Seelsorge seit dieser Woche auch im Zentrum angekommen.

Mit einem großen Festakt wurde der neue Raum im Erdgeschoss des Exzellenzzentrums auf dem Vorplatz der Maschinenbau-Fakultät eingeweiht. Im Sommer vergangenen Jahres stattete die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler Garching eine Visitation ab. Sie regte an, der kirchlichen Seelsorge auf dem Hochschulcampus mehr Platz einzuräumen. Mit ihren Worten rannte sie bei TUM-Präsident Professor Wolfgang Herrmann offene Türen ein.

Der sorgte dafür, dass die Hochschulpfarrer zwei Tage nach der Visitation die Zusage für den Raum bekamen, in dem eine Tischtennisplatte und ein Kicker standen. „Ich bin selbst begeisterter Kickerspieler, aber manchmal muss man Prioritäten setzen“, sagte Herrmann bei der Übergabe des kirchlichen Raumes. Der Standort sei ideal: Genau in die Mitte gehöre die Kirche, in der die Wurzeln unserer Kultur zu finden seien. Der Raum hat große Fenster, so dass alle Studenten im Vorbeigehen von außen die Gottesdienste und die sich treffenden Gruppen sehen können. Dazu wurde beim Umbau des Raumes ein großer Monitor installiert, auf dem die Seelsorger ihre Veranstaltungen ankündigen: Gesprächskreise, Andachten, Beratung.

Vertrauliche

Gespräche

Für Gespräche unter vier Augen können die Seelsorger Rolläden herunter lassen. Prüfungsangst, Einsamkeit, Geldsorgen - auch Studenten sind nicht immer nur gut drauf. Bei Sorgen und Problemen will die Hochschulseelsorge eine Anlaufstelle sein. Die evangelische Hochschulpfarrerin Katharina Freisleder dankte der TU München „für eine Freundlichkeit, die nicht selbstverständlich ist“.

Sabine Gerhard, kommissarische Leiterin der katholischen Hochschulgemeinde (KHG), freute sich mit der evangelischen Kollegin über einen Quantensprung. Bislang hatte die Seelsorge zwei kleine Räume in der Maschinenbau-Fakultät, die für die Gruppen zu klein waren. Für das neue Zentrum gibt es schon einen Namen. „SpiriTUM“ heißt der Treffpunkt. „Das ist ein Ort, wo jemand zuhört und die Seele atmen kann“, sagte der evangelische Kirchenrat Klaus Schmucker.

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