Wer viel arbeitet, muss sich stärken: Für die fleißige Schulfamilie bringt Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller Brezen vorbei. Jetzt sind Ferien – und die Kinder haben Pause. Foto: fkn

Am neuen "grünen Pausenhof" werkeln alle mit

Haar - Schüler, Eltern, Lehrer - alle haben in den vergangenen Wochen an der Grundschule an der St. Konradstraße für den neuen, grünen Pausenhof gewerkelt. Zwischendurch braucht’s da eine Stärkung, befand Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) - und brachte den fleißigen Helfern frische Butterbrezen vorbei.

„Der Baufortschritt ist ganz erstaunlich“, lobte die Bürgermeisterin. Seit Wochen verwandeln große und kleine Handwerker mit einer Fachfirma für Garten- und Landschaftsbau den alten Schulhof in eine naturnahe Spiel- und Ruheoase (wir berichteten). Von der grauen Asphaltfläche ist mittlerweile nichts mehr zu sehen - sie hat sich in eine kleine Hügellandschaft verwandelt.

Überall gibt es etwas zu entdecken und zu erorbern: Da stehen hölzerne Klettertürme mit schiefen Dächern, die aussehen wie Wichtelhäuschen, und ein Klettergerüst, das an ein gestrandetes Schiff erinnert. Unter dem Burgberg ist ein „Verlies“ entstanden, in dem sich die Schüler verstecken können, um Geheimnisse auszutauschen.

Im hinteren Teil des Geländes schlängelt sich ein natürlich anmutender Bach-Lauf, und an der Eingangstür zur Aula hat sich Konny, die Schildkröte aus dem Logo der Grundschule, ein Plätzchen gesucht. „Hier ist fast nichts von der Stange“, schwärmte die Projektleiterin Barbara Stark. „Wir verwenden fast nur Recycling-Material. Die Steine waren einmal eine Brücke. Bunte Flaschen werden als glitzernde und farbig schimmernde Mosaikwand aufgebaut. Und bei den Hölzern legen wir oft erst über Form und Beschaffenheit fest, wofür wir sie einsetzen.“

Bis zu den Ferien haben die Schüler fleißig beim Bauen mitgeholfen: Jeden Morgen kommen zwei Klassen. Eimerketten werden gebildet, um den angelieferten Kies, Sand oder die Holzhackschnitzel auf dem Gelände zu verteilen. Um den Hof herum werden Saumhecken gepflanzt und Stauden gesetzt - für Wildbienen und Insekten. Denn der grüne Pausenhof soll nicht nur den Kindern Spaß machen, sondern auch die Artenvielfalt in Haar erhöhen.

„Die Kinder lernen über die praktische Arbeit Biologie und Physik und entwickeln eine Achtsamkeit für die Natur“, sagte Stark. Diese Erfahrung hat auch Bürgermeisterin Müller gemacht: „Immer wenn ich Kinder treffe, erzählen sie mir, was sie beim Bauen und Pflanzen am Schulpausenhof Neues gelernt haben.“

(mm)

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