„Am 15. November hätten wir den Baum ohnehin umgelegt.“ Burschen-Chef Florian Büchlmeier

Neuer Maibaum kommt

Taufkirchen - Die gute Nachricht zuerst: Taufkirchen bekommt einen neuen Maibaum. „Die Vorbereitungen für unsere Maifeier laufen“, sagt Florian Büchlmeier, Vorsitzender des Burschenvereins.

Wie berichtet, hatte Sturm „Gonzalo“ dem bestehenden Baum vor gut einer Woche so stark zugesetzt, dass er im unteren Bereich brach und noch am selben Tag von der Freiwilligen Feuerwehr abgesägt wurde.

Seitdem trauern viele Taufkirchner um das schöne Bild, das der Maibaum zusammen mit dem Kirchturm von St. Johannes der Täufer abgegeben hat. Und es gibt kreative Vorschläge, den Zustand so schnell wie möglich zu verändern. Auf der Facebook-Seite des Münchner Merkur hofft man etwa auf einen „Maibaum im Dezember - vielleicht sogar mit Glühwein?“.

Aus diesen Träumen wird zwar nichts, doch die Vorbereitungen für den neuen Maibaum laufen: Am 21. Dezember - in der Thomasnacht - wird der neue Baum vom Burschenverein gefällt. „Das ist eine alte Tradition“, erklärt Burschen-Chef Florian Büchlmeier. „Bäume, die man in dieser Nacht schlägt, halten sehr lang.“

Viereinhalb Jahre stand der jetzige Baum, bevor Sturm „Gonzalo“ über den Landkreis fegte. Allerdings: „Am 15. November hätten wir den Maibaum ohnehin umgelegt“, sagt Büchlmeier. Alles war bereits geplant. „Und genau an dem Tag, als wir die Genehmigung auf dem Tisch hatten, kam der Sturm und hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Normalerweise sei das Umlegen des Taufkirchner Maibaums nämlich ein echtes „Spektakel“. Denn der Baum wird nicht in Stücken abgetragen, sondern „als Ganzes umgeschmissen“, sagt Büchlmeier. Zuvor legen die Burschen die Straße mit Matratzen aus, um das Holz nicht zu beschädigen.

Nach der Sturmnacht blieb für diese Pläne keine Zeit. Der Baum wurde stückchenweise abgetragen und in die Burschenhütte verbracht. Dort lagern die Stücke nun bis zur Maifeier. „Dann werden wir den alten Baum dann versteigern“, kündigt Büchlmeier an.

Um den neuen, am 21. Dezember zu schlagenden Baum, kümmert sich der Burschenverein ab März. Am 14. März wird er zur Wachhütte am Heimgarten/Ecke Postweg gebracht. Ab diesem Tag beginnen die Maibaumwachen („von sieben bis sieben“) - und die Vorbereitungen am Baum. Am 1. Mai um 15 Uhr soll der neue Maibaum dann stehen, und am 2. Mai bleibt Zeit für den Tanz. Dafür stellen die Burschen bereits am 24. und 25. April ein Festzelt auf, das Platz für 2500 Gäste bietet.

(soh)

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