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Neues Institut für Katalyseforschung: 74,5 Millionen für grüne Technologien

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Angetreten zur Begrüßung vor dem Institut.  Foto: mic
Angetreten zur Begrüßung vor dem Institut. Foto: mic

Garching - Der Forschungscampus feierte am Dienstag das Richtfest für den Neubau des Institutes für Katalyseforschung.

Professor Wolfgang Herrmann, der Präsident der TU München (TUM), blickte zusammen mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und Garchings Bürgermeisterin Hannelore Gabor auf ein weiteres Institut, das eine der Schlüsselfragen des 21. Jahrhunderts behandeln soll. Katalysatoren starten und steuern chemische Prozesse.

Zur musikalischen Umrahmung - Mozarts Zauberflöte - sagte TUM-Präsident Herrmann: „Künftig finden Erfindung und Uraufführung nicht mehr in Salzburg und Prag statt, sondern Erfindung und Präsentation erfolgen in München und Garching.“ Die Katalyseforschung sei „im Jahrhundert der grünen Technologie“ ein wesentlicher Bestandteil und die neue Einrichtung solle dazu innovative Beiträge leisten.

Der Neubau des Katalysezentrums in der Ernst-Otto-Fischer-Straße zusammen mit einer teilweisen Sanierung kostet den Freistaat Bayern 74,5 Millionen Euro, inklusive 25 Millionen Euro Zuschuss vom Bund. Der Minister verwies darauf, dass der Freistaat 2008 noch 170 Millionen Euro für Forschungsbauwerke in ganz Bayern ausgab, 2010 waren es schon 310 Millionen und heuer wird die Grenze der 400 Millionen erreicht. „Bei der Wissenschaft sparen wir bestimmt nicht.“

Joachim Herrmann betonte aber auch, dass der Standort Garching in den nächsten Jahren konsequent weiter ausgebaut werde - so stehe der Neubau einer Mensa an. Mit der Ankündung überraschte er sein Publikum. Landrätin Johanna Rumschöttel begrüßt, dass Wissenschaftseinrichtungen sich immer mehr für die Bürger öffnen. Der Campus Garching sei hier ein sehr positives Beispiel. „Wir freuen uns auch schon auf das demnächst entstehende TUM-Gymnasium in Garching“, sagte Rumschöttel.

Kaum eine Reaktion der industriellen Chemie wäre heute ohne Katalysatoren wirtschaftlich durchführbar. Sowohl für Rohstoff- als auch für Energieeffizienz sind sie unentbehrlich. In der Biotechnologie spielen Enzym-Katalysatoren die zentrale Rolle. So entwickelt sich die Katalyse bei knapper werdenden Rohstoffen und steigenden Energiepreisen über Fachgrenzen hinweg zu einer Zukunftstechnologie.

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