1:3 - Es hat nicht ganz gereicht für den TSV

- Finalteilnahme größter Erfolg in der Vereinsgeschichte

Friedrichshafen/Unterhaching - Der Traum vom ersten Titel blieb unerfüllt: Der TSV Unterhaching unterlag gestern im Finale um den Deutschen Volleyball-Pokal dem favorisierten Titelverteidiger und Gastgeber VfB Friedrichshafen vor 1400 Zuschauern mit 1:3 (25:17, 15:25, 16:25, 18:25). Die Europacup-Teilnahme ist den Hachingern dennoch so gut wie sicher, denn wenn Friedrichshafen in dieser Saison wie erwartet den sechsten Meistertitel in Folge holt, rückt der TSV automatisch in den Top-Team-Cup auf.

Anders als im Halbfinale gegen den VV Leipzig (siehe Bericht rechts) beorderte Paduretu diesmal Sebastian Prüsener zurück auf die angestammte Liberoposition, Michael Hänsel spielte wieder die Rolle des Außenangreifers. Eine Maßnahme, die sich zunächst auszahlte, denn die Hachinger bekamen die Partie schnell in den Griff. Dass sie den ersten Satz mit 25:17 unerwartet deutlich für sich entscheiden konnten, lag aber nicht nur an der soliden Abwehrrabeit, sondern vor allem am Angriffsdruck, den sie dank ihrer starken Aufschläge aufbauten. Allerdings musste dem Paduretu-Team aus der Erfahrung des mit 2:3 verlorenen Ligaspiels klar sein, dass Ben Ibatas per Block erfolgreicher zweiter Satzball keinen Anlass bot, auch nur ein Quäntchen an Konzentration zu verlieren, denn schon damals hatten sie den Deutschen Meister der vergangenen fünf Jahre im ersten Durchgang mit dem gleichen Resultat abserviert.

Daran schienen sich auch die Hausherren zu erinnern, die den zweiten Satz wesentlich ernsthafter angingen, so dass sie sich einen zunächst konstanten Vorsprung von zwei bis vier Punkten erarbeiteten, nun wiederum gerade weil die Hachinger nicht mehr solch erfolgreiche Aufschlagserien aufs Feld brachten, wie es vor allem Patrick Schwaack und Michael Mayer im ersten Satz getan hatten. Gegen Ende des Abschnitts wirkte sich das im Ergebnis immer deutlicher aus. Nachdem Mayer VfB-Block gescheitert war, hatten die Gastgeber den Satzausgleich durch ein 25:15 auf äußerst eindrucksvolle Weise hergestellt. Danach ging alles den für Friedrichshafen gewohnt erfolgreichen Gang. Problemlos holte sich der VfB den dritten Satz (25:16). Der TSV war nun chancenlos. Friedrichshafens Kapitän Jalowietzki besiegelte das Schicksal der Hachinger nach 78 Minuten mit dem zweiten Matchball zum 25:18. Die rund mitgereisten 100 TSV-Fans verabschiedeten ihre Mannschaft dennoch mit viel lautstarken Sprechchören.

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