+
Umgestürzte Bäume überall: Auch in der Mühlenstraße in Ismaning.

Niklas wütet im Landkreis

Feuerwehren im Dauerstress

Sturm Niklas hält am Dienstag auch den Landkreis München in Atem. Die Feuerwehren hetzen von Einsatz zu Einsatz, die S-Bahnen fahren nicht mehr.

„Überall fliegen die Bäume“, sagt Robert Wittmann von der Polizeiinspektion 31 in Unterhaching um 11 Uhr. Die Staatsstraße 2368 (Dietramszeller Straße) zwischen Deisenhofen und Oberbiberg hat die Polizei da schon gesperrt. „Da draußen kann man nicht mehr Autofahren“, sagt Wittmann. Auch in Sauerlach schneidet die Feuerwehr zeitgleich in der Altkirchner Straße umsturzgefährdete Bäume. Gegen 13 Uhr spricht Ottobrunns Feuerwehr-Kommandant Eduard Klas von „katastrophalen Zuständen“ auf den Straßen. „Wir stehen unter fürchterlichem Druck.“ Alle Feuerwehren im Landkreis hetzen den ganzen Tag über von Einsatz zu Einsatz.

Am Nachmittag ist der Unterhachinger Kommandant Christian Albrecht während der Rückkehr von einem Einsatz kurz auf der Wache erreichbar. „Es geht hauptsächlich um umgestürzte Bäume“, auch die S-Bahn sei immer wieder betroffen. Albrecht muss wieder los. 16 Einsätze hat die Unterhachinger Feuerwehr da gerade offen. Oder mehr? „Genau weiß ich es gar nicht.“ Auch die Feuerwehreinsatzzentrale im Landratsamt ist am Nachmittag kaum zu erreichen. Ständig sind alle Leitungen belegt.

Auch auf den Autobahnen geht es zu: „Gegen 10 Uhr wurde auf der A9 Richtung Nürnberg zwischen Garching Süd und Garching Nord ein Anhänger von der Fahrbahn geblasen. Auf der A92 Richtung München zwischen Unter- und Oberschleißheim kippte durch ein Windböe der Anhänger eines Pkw um“, meldet die VPI Freising im Telegrammstil. Sie hat es in ihrem Gebiet mit weit schwereren Unfällen zu tun – außerhalb des Landkreises München.

hor

Auch interessant

Kommentare