Explosion in Beirut: Erstes deutsches Opfer bekannt - Behörden nehmen Dutzende Hafen-Mitarbeiter fest

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Auf „Nummer sicher“ beim Händler

Landkreis - Immer wieder wird davor gewarnt, beim privaten Autoverkauf leichtgläubig zu sein.

„Je teurer das Auto, desto größer die Gefahr, es zu verkaufen", sagt Peter Liebscher, Geschäftsführer des „Grünwalder Autosalons". Der Raubmord an einem Münchner Finanzmanager und der brutale Überfall auf eine Porsche-Besitzerin in Haar, der derzeit vor Gericht verhandelt wird, haben jetzt auch Autobesitzer im Landkreis unsicher gemacht.

„Ich halte das eher für einen Selbstläufer. Die Leute machen sich gegenseitig verrückt“, findet Egon Dietz, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Grünwald. Natürlich gebe es immer schwarze Schafe. „Ein gesundes Misstrauen ist wichtig“, weiß Dietz. Beim Verkauf mit Bargeld rät er Folgendes: den Verkaufspartner nicht in die Wohnung lassen und sich am besten auf neutralem Boden treffen. Der Parkplatz eines Großmarkts sei beispielsweise gut geeignet. Und besonders wichtig: nicht allein gehen. „Nehmen Sie einen Freund oder Bekannten mit, keinen Ehepartner“, betont Dietz. Der habe nämlich, sollte es zu einer Zeugenaussage kommen, das Verweigerungsrecht. „Außerdem ist ein Bekannter vor Gericht glaubwürdiger.“

Man könne sich mit dem Verkaufspartner aber auch vor einer Polizeidienststelle treffen. „Wenn derjenige daraufhin absagt, weiß man, wie ernst die ganze Sache zu nehmen war“, erklärt der Hauptkommissar. Von „Kriminalität“ müsse man deshalb aber nicht gleich sprechen.

Dem schließt sich Stefan Schraut, Leiter der Polizeiinspektion Unterhaching, an. „Man muss nicht damit rechnen, beim Autokauf ermordet zu werden.“ Solche Raubmordfälle wie in München seien selten, so Schraut. Allerdings solle man gerade bei hochwertigen Autos auf den Selbstschutz achten. Auch er empfiehlt, sich nicht allein mit einem potenziellen Käufer zu verabreden. „Wenn einem beim Treffen etwas komisch vorkommt, würde ich abbrechen.“

Dass viele Autobesitzer unsicher werden, merkt auch der Unterhachinger Autohaus-Besitzer Max Ritz. „Der Verkauf von Gebrauchtwagen wird oft über uns abgewickelt“, berichtet er. Das erscheine vielen Leuten sicherer und seriöser. „Es gibt keine Probleme mit der Haftung, der Abmeldung des Fahrzeugs oder dem Geldtransfer.“ Der Fall in München habe sicherlich einige Bürger eingeschüchtert. „Mit dubiosen Partnern handelt man ja auch nicht gern“, so Ritz. Mit steigender Nachfrage rechnet er allerdings nicht. „Autos privat zu verkaufen, ist ja nicht zwangsläufig lebensgefährlich.“

Peter Liebscher sieht das weniger locker. In seinem Autosalon stehen neben gebrauchten Fahrzeugen auch Porsche-, Ferrari- und Rolls-Royce-Modelle, die mehrere hunderttausend Euro kosten. Vor allem bei teuren Autos bestehe die Gefahr, über den Tisch gezogen zu werden. Und nicht nur das: „Wo ein teures Auto ist, da ist auch das dementsprechende Haus“, erinnert Liebscher. Außerdem warnt der Grünwalder vor Falschgeld. „Wir arbeiten mit Überweisung“, erklärt er. Daher sei es für Autobesitzer sicherer, ihr Fahrzeug über Fachleute zu verkaufen. „Wir leben zu 50 Prozent vom Kommissionsgeschäft“, verrät Liebscher. Doch sogar die Autohändler im Landkreis seien vorsichtiger geworden, um Betrügern nicht auf den Leim zu gehen: „Die haben ja die gemeinsten Tricks.“

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