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Ein halbes Jahr Stau

Bürgermeister verspricht Fest zum Baustellenende

Oberhaching - Die zwei Wörter „Oberhaching“ und „Baustelle“ passen gut zusammen. Dabei sind die kleinen Baustellen innerorts nicht das große Thema. Ungemach bereiten die wochenlangen Bauarbeiten an der Münchner Straße.

Viele Bürger sind empört und finden, „die Baustelle ist einfach nur nervig“. Andere hingegen verstehen die Notwendigkeit und meinen, „es muss halt gemacht werden“. Bereits im vergangenen Sommer war die Ortsdurchfahrt gesperrt, die Münchner Straße wurde aufgerissen und Wasserleitungen und Fernwärme verlegt. Jetzt haben Autofahrer und Busfahrgäste erneut mit Beeinträchtigungen zu kämpfen: Diesmal ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt bis zum 9. September der Grund für die Sperrung.

 Im Auftrag des Staatlichen Bauamts Freising und der Gemeinde Oberhaching wird Münchner Straße im nördlichen Bauabschnitt zwischen der Badstraße und der Holzstraße ausgebaut. Der zweite Bauabschnitt der Münchner Straße folgt im nächsten Jahr, ab April. Aktuell ist der Abschnitt von der Holzstraße bis zur Autobahnkreuzung gesperrt. „Es ist ein kompletter Neubau der Straße. Die Oberfläche wird neu hergestellt und der Querschnitt verändert“, erklärt Iris Groß, Mitarbeiterin in der Oberhachinger Gemeindeverwaltung. „Im Moment werden die Bordsteine gelegt.“ Dabei werden die Gehwege auf bis zu drei Meter verbreitet, die dann auch von Radfahrern genutzt werden können. Aufgrund der Verbreiterung, wird jedoch die Fahrbahn von acht Meter auf 6,5 Meter verschmälert. Bereits zu Beginn der Bauarbeiten ist die Straßenentwässerung erneuert worden. 

Im Mittelpunkt der Sanierung steht jedoch der neue lärmmindernde Asphalt, der eine Verbesserung für die Anwohner bringen soll. Der Bauabschnitt soll bis zum 9. September fertiggestellt sein. Am 8. August wird es eine Verkehrsumlegung geben, da an der Kreuzung bei der Tankstelle ebenfalls gebaut werden muss. Der Verkehr innerorts wird über die Hahilinga- und die Pfarrer-Socher-Straße umgeleitet. „Ich finde es ungünstig, dass an so vielen Stellen in Oberhaching gleichzeitig gebaut wird. Man verliert total den Überblick“, bemängelt ein Anwohner. Die Bauarbeiten liefen trotz des vielen Regens halbwegs nach Plan und der Termin werde vermutlich einzuhalten sein, sagt Iris Groß. Allerdings sind auf der Baustelle archäologische Funde gemacht worden – ob dies Verzögerungen nach sich zieht, ist noch offen. „Genaueres können wir nicht sagen, das wären alles nur Gerüchte. Fest zu halten ist, dass die Archäologen vor Ort sind“, erklärt Iris Groß. 

Stau und Umfahrungen nerven nicht nur die Oberhachinger, sondern auch viele Verkehrsteilnehmer aus der Region. Im Bürgerforum Oberhaching ist einiges los. Die Bürger wollen wissen, was Sache ist und viele beschweren sich über die aktuelle Lage. Doch neben den Beschwerden kam jetzt ein Vorschlag eines Bürgers: „Lieber Stefan Schelle, wie wäre es denn, wenn die Gemeinde, wenn die Münchner Straße irgendwann mal fertig ist (und wenn es auch erst nächstes Jahr ist) zu einem Fest auf derselben einlädt? Ein Fest zum Baustellenende, auf das viele ihren Ärger und Frust mit einer Maß Bier runter schwoamm kenna.“ Er ist der Meinung: „So oder so, ich glaube, wir Oberhachinger hätten uns das alle redlich verdient.“ Und noch einen Vorschlag hat der Schreiber: „eine Bühne für alle Baustellengrantler, die dann ihre Luft rauslassen können – auf hoffentlich kabarettistische Art“. Schelles Antwort: „Machma, gerne, wenn bis dahin dann aa Ruah is, wie man in Bayern so schön sagt!“ Vanessa Breunig

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