Schüler mit gesammelten Zigarettenkippen.
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Aus der Umwelt ab in den Müll: Unglaubliche Mengen unachtsam weggeworfener Kippen haben die Schüler der 5. Klassen des Oberhachinger Gymnasiums im Rahmen eines Schulprojekts gesammelt.

Fünftklässler des Oberhachinger Gymnasiums initiieren Projekt für eine sauberere Gemeinde

15 000 weggeworfene Kippen eingesammelt

  • Birgit Davies
    vonBirgit Davies
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Ausgerüstet mit Gummihandschuhen, Greifern, Maske und Sammeltüten haben sich die Schüler von drei 5. Klassen des Oberhachinger Gymnasiums an die Arbeit gemacht und unachtsam weggeworfene Zigarettenkippen im Gemeindegebiet gesammelt. 15 000 kamen zusammen.

Im Fach Natur und Technik hat Biologielehrerin Sarah Braunmiller mit ihren Schülern das Thema Rauchen und die körperlichen Folgen besprochen. Als dann die zehnjährige Paula nachfragte, wie sich die Kippen in der Natur auswirken, wurde das gemeinsam im Distanzunterricht erforscht. Das Fazit: Allein eine Kippe verseucht zwischen 40 und 60 Liter Grundwasser und die Reste bleiben 15 Jahre in der Umwelt. Auch in der Arktis wurden schon angeschwemmte Kippen entdeckt. Das schockierte die Kinder, sodass sie selbst ein Projekt auf die Beine stellten und weggeworfene Kippen einsammelten – um für eine sauberere Umwelt in Oberhaching zu sorgen. „Eigentlich sollte es nur eine Woche dauern, aber die Schüler waren so begeistert bei der Sache, dass das Projekt nun weitergehen soll“, meinte Braunmiller.

Fündig wurden die Kinder vor allem an Orten, wo Menschen kurz warten müssen, wie an Bahnschranken, Bushäuschen oder vor den Supermärkten, aber auch beim Bolzplatz neben der Grundschule. „Allein in der Bahnhofstraße haben wir 1200 Kippen gesammelt“, sagt Paula. „Und die Masken haben wir vor allem wegen des ekligen Geruchs getragen und nicht aufgrund von Corona, denn Abstand zueinander hatten wir ja.“ Innerhalb von drei Wochen sammelten die Kinder 15 000 Kippen. „Wir würden uns sehr wünschen, dass die Menschen achtsamer sind und ihre Kippen ordentlich entsorgen, und wir wollen auch den Bürgermeister fragen, ob man nicht eine Strafe einführen kann“, erklärte Paula. BIRGIT DAVIES

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