Über eine Vielfaltsmacher-Box, überreicht von Ulrike Sauer (l.), Vorsitzende von ISUS-Stiftung und Gartenbauvereins, freuten sich die Teilnehmer der Umfrage (v.l.) Gerhard Eber, Christine Meitinger, Helmuth Kreuder und Peter Nickl.
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Über eine Vielfaltsmacher-Box, überreicht von Ulrike Sauer (l.), Vorsitzende von ISUS-Stiftung und Gartenbauvereins, freuten sich die Teilnehmer der Umfrage (v.l.) Gerhard Eber, Christine Meitinger, Helmuth Kreuder und Peter Nickl.

Umfrage

Oberhachinger setzen sich für den Erhalt alter Baumriesen ein

  • Birgit Davies
    vonBirgit Davies
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Wenn es nach den Teilnehmern der Umfrage „Was sind uns alte Bäume wert?“ geht, dann soll alter Baumbestand in Oberhaching eine Zukunft haben. Mit großer Mehrheit sprachen sich die 357 Teilnehmer dafür aus, dass alte Baumriesen geschützt und erhalten werden sollen.

Oberhaching - Gemeinsam hatten die ISUS-Stiftung, der Bund Naturschutz und der örtliche Verkehrs- und Gartenbauverein nachgefragt, wie die Meinung der Oberhachinger zum Erhalt alter Bäume und deren Schutz ist.

Denn für die einen ist der Erhalt ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Artenschutz für die anderen stellt dies einen Eingriff in das Privateigentum dar und wird als Entwertung des eigenen Grundstücks betrachtet. „Uns freut die große Resonanz zum Thema und dass sich viele Menschen der ökologischen Bedeutung von alten Bäumen bewusst sind“, sagt Ulrike Sauer, Vorsitzende der ISUS-Stiftung und Vorsitzende des Verkehr- und Gartenbauvereins Oberhaching.

Im Rahmen der Umfrage konnten zudem viele Anregungen gesammelt werden. So gab es den Vorschlag, dass Tafeln angebracht werden, die in einer Art Steckbrief informieren über die Art des Baumes, sein Alter und welchen Tierarten er Heimat bietet. Baumbesitzer bei Baumpflegemaßnahmen zu unterstützen, gerne auch von Seiten der Gemeinde, wurde ebenso vielfach angeregt.

„Sie geben ein Gefühl von Heimat und prägen das Ortsbild“

Wie Helmuth Kreuder, einer der Gewinner bei der Umfrage, berichtete, hat er mit seiner Familie bereits vor 42 Jahren ein Grundstück in Oberhaching erworben, und es war für ihn sogar ein wichtiger Punkt, dass drei große Birken dort „wie die Orgelpfeifen“ standen und noch heute dort stehen. „Der älteste Baum hat einen stolzen Umfang von 2,5 Metern“, sagte er. „Sicher ist der Siedlungsdruck heutzutage ein wichtiges Thema für die Menschen, Grundstücke werden halbiert und so bleibt wenig Platz für große alte Bäume, doch man sollte auch deren Wert schätzen, denn sie geben ein Gefühl von Heimat und prägen das Ortsbild.“

Dem stimmte auch Oberhachingerin Christine Meitinger zu, die selbst einen Garten mit mehreren großen alten Bäumen hat. „Die Bäume geben eine wunderbare Energie, man fühlt sich einfach wohl unter einem so alten Baum.“

Bestand alter Bäume wird erfasst

Mit dem Abschluss der Umfrage ist das Thema nicht abgehakt. Im nächsten Schritt gilt es den Bestand von alten Bäumen im Ort festzustellen und diese auszumessen, um so herauszufinden welche ortsbildprägend sind. „Wir planen eine Karte mit Fotos und Infos“, sagt Sauer. Zudem erhalten Bäume, die es dringend benötigen, auch auf privatem Grund, eine kostenlose Pflegemaßnahme. Die Aktion läuft bis zum 15. September und wer mitmachen möchte, kann sich auf der Internetseite der ISUS-Stiftung näher informieren.  

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