Polizei sucht Zeugen

Am Bahnhof Furth: Afghane mit Messer bedroht und ausgeraubt

Auf dem Heimweg von der Wiesn ist ein Asylbewerber aus Afghanistan in Oberhaching ausgeraubt worden. Die Räuber machten sich die Hilfsbereitschaft des 24-Jährigen zu Nutzen.

Oberhaching - Seine Hilfsbereitschaft ist einen 24-jährigen Afghanen teuer zu stehen gekommen. Am Mittwochabend kam er nach einem Wiesnbesuch gegen 21.30 Uhr mit der S-Bahn am Bahnhof in Furth an und wollte gerade zum Bus gehen. Doch noch am Bahnsteig wurde er von zwei unbekannten Männern angesprochen. Wie die Polizei mitteilt, erklärte der Größere der beiden, er habe seine „Sachen“ in der S-Bahn vergessen und daher keine Geld für die Bus-Fahrkarte. Daraufhin bot der Afghane an, ihm fünf Euro für ein Ticket zu geben.

Der Unbekannte nahm dankend an. Als der 24-Jährige ihm das Geld gab, griff er jedoch nach dem ganzen Geldbeutel. Aus diesem entwendete der Täter mehrere 50-Euro-Scheine und schleuderte das Portmonnaie zu Boden. Daraufhin packte sein Begleiter den Afghanen am Handgelenk und schnitt ihm mit einem Plastikmesser durch die Jacke in den Oberarm.

Als der Asylbewerber weglaufen wollte, trat ihm einer der Täter in den Rücken, so dass er stürzte. Der andere kam hinzu und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht, worauf beide Täter in Richtung Sportschule Oberhaching flüchteten.

Der 24 Jahre alte Afghane erlitt bei dem Raub eine Schnittverletzung am linken Oberarm und eine an der linken Hand, die er sich zugezogen hat als er nach dem Messer griff, mit dem er bedroht wurde. Er verständigte noch am Bahnhof die Polizei. Der Münchner Kriminalpolizei, die die Ermittlungen leitet, konnte er die Täter wie folgt beschreiben: 

Täter 1: Männlich, etwa 35 Jahre alt, circa 185 cm groß, Mitteleuropäer, braune, seitlich abrasierte Haare, sprach gebrochenes Deutsch.

Täter 2: Männlich, etwa 35 Jahre alt, circa 155 cm groß, Afrikaner, schlank, schwarze Haare, an der Seite sehr kurz rasiert, sprach gebrochen Deutsch. 

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

fp

Rubriklistenbild: © dpa

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