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Sanierung der Ortsdurchfahrt

Ewig langer Stau durch Oberhaching

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Oberhaching - Baustelle und Stau im vergangenen Jahr, jetzt alles von vorne: Betroffene sind genervt. Denn es ist nicht die letzte Sanierung.

Die offizielle Umleitung, die vom Straßenbauamt München Freising empfohlen wird, scheint vielen offenbar zu lange zu dauern. Sie suchen sich ihre Gassen durch den Ort. Beliebt ist beispielsweise die Route von der Lanzenhaarer- über die Kybergstraße und Raiffeisenallee auf die Kreisstraße M 11 zur Autobahn und nach Taufkirchen. Einige nehmen auch den kurzen Weg von der Holzstraße bis zur Ampel am der M 11 und dann nach rechts Richtung Autobahn (siehe Grafik). 

Genau diese Praxis wirkt sich jedoch fatal aus. Wie Christian Mattmann vom Straßenbauamt erklärt, ist die M 11 mit 21 000 Fahrzeugen am Tag in beiden Richtungen ohnehin stark ausgelastet und verträgt eigentlich nicht mehr Autos. Jetzt aber drängt ein Teil, der sonst über die Münchner Straße fährt, auf die Kreisstraße. Die Münchner Straße hat im Durchschnitt ein Aufkommen von rund 10 000 Fahrzeugen am Tag. Mattmann: „Der Kollaps ist programmiert, wenn die offizielle Umleitung nicht genutzt wird.“ Diese aber führt in einem großen Bogen von der Lanzenhaarer Straße über die B 13 nach Taufkirchen und umgekehrt. Ein nicht unbeträchtlicher Zeitaufwand, der sich nach Einschätzung Mattmanns jedoch auszahlt. Er sieht sich nämlich jeden Morgen über Google Maps das Verkehrsaufkommen auf der Kreisstraße M 11 Richtung Autobahn an. „Es staut sich bis zum Kreisel am Eingang zum Oberhachinger Gewerbegebiet.“ 

Dass es laut Nutzern des Bürgerforums Oberhaching auf Facebook einmal sogar bis zum Grünwalder Marktplatz einen Rückstau gegeben haben soll, kann er nicht bestätigen. Er hat jedoch viel Verständnis für den Ärger der Verkehrsteilnehmer, die das Straßenbauamt mit E-Mails bombardieren und schnelle Lösungen fordern. Viele greifen in Eigenregie zu nicht ganz legalen Methoden. So sollen bereits Autos gesichtet worden sein, die von der Lanzenhaarer Straße über den Büchl in der Kohlstattsiedlung auf Feldwege ausgewichen sind, um sich eine Pfad nach Taufkirchen zu bahnen. Was also tun? Mattmann kündigt in jedem Fall Verbesserungen bei der Ampelschaltung an. Als erstes bei der Ampel am Teppich Kibek (Münchner Straße). Hier sollen die Phasen so geschaltet werden, dass die Rechtsabbieger von der M 11 schneller nach Taufkirchen kommen können. Der Verkehrsexperte gibt zu, dass es nicht der große Wurf sein wird, den Stau beenden werde das sicher nicht, nur etwas lindern. Er nimmt aber auch gerne Vorschläge entgegen, wie zu folgenden von Facebook-User Robert Klein, der eine Teilsperrung der M 11 ins Gespräch bringt. Er regt an, „bei Wörnbrunn den aus Grünwald kommenden Verkehr zu zählen und mit den Kapazitäten auf der Südlichen Münchner Straße abzugleichen“. Das könne unter Strich einen besseren Verkehrsfluss bringen als derzeit.

Wer sich über den aktuelle Situation informieren will, kann auf die Homepage der Gemeinde klicken. Hier sind auch Ansprechpartner beim Straßenbauamt genannt. Bürgermeister Stefan Schelle rät: „Über Sauerlach fahren, antizyklisch fahren, es tut mir leid - wir haben keine Alternativen!“ Die Arbeiten an der Münchner Straße dauern voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien (9. September) und werden im nächsten Jahr fortgeführt. 

msc

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