Eröffneten die Radhauptverbindung: (v.l.) Landrat Christoph Göbel, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle.
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Eröffneten die Radhauptverbindung: (v.l.) Landrat Christoph Göbel, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle.

7,5 Kilometer lange Strecke

Von Sauerlach bis Geiselgasteig: Erste Radhauptverbindung ist eröffnet

  • Birgit Davies
    vonBirgit Davies
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Mit der Eröffnung des zweiten und letzten Teilstücks ist sie jetzt fertig – die erste Radhauptverbindung im Landkreis München. Sie führt 7,5 Kilometer von Sauerlach bis Geiselgasteig.

Oberhaching – Insbesondere das Nadelöhr an der Nussbaum-Ranch hat den Planern des Radhauptwegs Kopfzerbrechen bereitet. Möglichst übersichtlich sollte die enge Kurve mit der Unterführung, die von Oberhaching in den Forst und bis nach Geiselgasteig führt, gestaltet werden, um mehr Sicherheit für die Radfahrer zu schaffen, die dort oft sehr zügig unterwegs sind.

Am Dienstag eröffneten Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Landrat Christoph Göbel und Oberhachings Bürgermeisters Stefan Schelle das zweite Teilstück der Radhauptverbindung, die nun Radlern eine komfortable Fahrt von Sauerlach an der südlichen Grenze des Landkreises über Oberhaching bis nach Geiselgasteig an der Münchner Stadtgrenze ermöglicht. Bereits im Dezember 2019 wurde der erste Bauabschnitt von Sauerlach nach Oberhaching fertiggestellt. Im Frühjahr starteten die Arbeiten für den zweiten Abschnitt zwischen Oberhaching und München durch den Forst – insgesamt ist die Strecke 7,5 Kilometer lang.

Fünf Jahre Vorarbeit waren nötig.

Wie Bürgermeister Stefan Schelle berichtete, waren fünf Jahre Vorarbeiten nötig, um Grundstücksverhandlungen zu führen. Die Bauarbeiten selbst verliefen im Zeitplan. „Obwohl das nicht einfach war, da manche Radfahrer trotz der Sperrung der Strecke diese nutzten und die Arbeiten störten“, sagte er. Bei einer aktuellen Verkehrszählung, die die Gemeinde im Sommer durchgeführt hat, stellte sich heraus, dass es Spitzenwerte von 3700 Radfahrern pro Tag nördlich der Kugler Alm gibt, an Wochenenden lag die Zahl sogar deutlich höher als die der Autofahrer.

Staatsministerin Kerstin Schreyer freute sich, dass mit dieser Verbindung das Ziel, den Radverkehr in Bayern zu stärken, unterstützt wird. „Gute Angebote für Radfahrer bewegen die Menschen dazu, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen und so den Kurzstreckenverkehr zu verringern.“ Dem stimmte auch Landrat Christoph Göbel zu, der zudem berichtete, dass es auch einen Winterdienst für die Strecke gibt, den der Landkreis finanziell übernimmt. Insgesamt kosteten beide Abschnitte der Radhauptverbindung rund fünf Millionen Euro.

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