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Sperrzone: Hier im Hachinger Bach in Oberhaching müssen auffällige Fische, die Symptome zeigen, gemeldet werden.  

Kranke Regenbogenforellen 

Fischseuche: Sperrzone am Hachinger Bach

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Ein Fischvirus ist bei Regenbogenforellen in einem Teich entdeckt worden, der mit dem Hachinger Bach verbunden ist. Am Bach gibt‘s nun eine Sperrzone.

Oberhaching – Ein Fischvirus ist in einem Seitengewässer ausgebrochen, der mit dem Hachinger Bach verbunden ist. Der betroffene Teich im Oberhachinger Gemeindegebiet gehört einer Privatperson, die dort zum Hobby Regenbogenforellen hält. Der Tiergesundheitsdienst Bayern bestätigt das Auftreten der Krankheit. Die Seuche hat den Namen virale hämorrhagische Septikämie (VHS) und äußert sich darin, dass die Fische stark geschwächt sind und feine Blutungen aufweisen. Allerdings ist die Krankheit nicht auf den Menschen übertragbar. Sie ist auch noch nicht bei den Bachforellen aufgetreten, die einzige frei schwimmende Fischart im Hachinger Bach.

Wie Johannes Schnell vom Landesfischereiverband mitteilt, besteht keinerlei Ansteckungsgefahr. Der Mensch sei evolutionstechnisch so weit von den Fischen entfernt, dass praktisch gar keine Krankheiten übertragen werden können.

Außerdem kann der Experte besorgte Bürger beruhigen, was die Ansteckungsgefahr für die gesunden Bachforellen im Oberlauf angeht. Sie ist praktisch ausgeschlossen, jedenfalls sehr gering, da diese nur in einem kleinen Bestand vorkommen und im natürlichen Lebensraum des Hachinger Baches ohnehin viele Erreger zu bekämpfen haben und genügend Abwehrkräfte besitzen.

Einen möglichen Grund für den Ausbruch bei den Regenbogenforellen sieht Schnell in einer Überfütterung oder einer zu großen Dichte, die bei der Population zu Stress führt. Vorsorglich haben die Angler des Vereins Hachinger Grund ihre Geräte und Gummistiefel desinfiziert, um jede Kontamination mit dem Virus auszuschließen. Sie werden in den nächsten fünf bis sechs Wochen nicht angeln. Grund dafür ist allerdings nicht die Seuche, sondern eine Besatzsperre. Sie gilt immer im Frühjahr, wenn neue Bachforellen eingesetzt werden, die geschützt werden müssen.

Das Landratsamt hat außerdem eine Verfügung erlassen und eine Sperrzone entlang des Hachinger Baches im Abstand von jeweils 500 Metern vom Ufer in den Gemeinden Oberhaching, Taufkirchen und Unterhaching eingerichtet. Diese beginnt in Oberhaching am Kreuzungspunkt Kybergstraße mit dem Hachinger Bach und endet in Unterhaching am Kreuzungspunkt der Autobahn A 8 mit dem Hachinger Bach. Alle Betreiber von Aquakulturbetrieben und Angelteichen in diesem Bereich sind verpflichtet, ihre Bestände auf das Vorhandensein der Krankheit zu untersuchen. Ein Transport von Fischen aus Aquakulturen aus dem Sperrgebiet bedarf demnach der vorherigen Genehmigung des Veterinäramtes. Es wird laut Verfügung ein Überwachungsgebiet in einem Radius von acht Kilometern ausgehend vom südlichen Kreuzungspunkt Hachinger Bach/ Kybergstraße festgelegt.

In diesem Gebiet müssen seuchenverdächtige Fische unverzüglich dem Veterinäramt des Landratsamtes München gemeldet werden. Die Schutzmaßregeln werden erst aufgehoben, wenn die Viruserkrankung als ausgemerzt gilt.

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