Laster stößt in Schongau mit Zug zusammen - Mehrere Verletzte

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Reinhold Bergmann ist Leiter des Kommissariats 51, das unter anderem für Bandendelikte zuständig ist.

Geldautomat gesprengt:

Hinter der Tat könnte eine organisierte Bande stecken

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Oberhaching - Im Fall des Banküberfalls in Oberhaching hat das Kommissariat 51, zuständig für Bandendelikte, die Ermittlungen übernommen. Auch wenn sich die Täter laut Leiter Reinhold Bergmann wie Amateure verhalten hätten, könnte es sich um eine organisierte Gruppierung handeln.

Und genau das ist jetzt auch Gegenstand der Ermittlungen. In anderen Bundesländern ist es seit dem vergangenen Jahr immer häufiger zu solchen Fällen gekommen. Immer nach dem selben Muster: Geldautomaten werden mithilfe von Gas gesprengt. Die Täter gehen damit ein hohes Risiko ein: „Es macht Lärm, und das bleibt nicht unbemerkt. Die Gefahr entdeckt zu werden, ist groß. Und der Ertrag steht da oft in keinem Verhältnis“, sagt Bergmann. In Stadt und Landkreis München gab es bislang nur wenige solcher Fälle.

Die weitaus bekanntere Masche, um an Bargeld aus Automaten zu gelangen, ist der Karten-Diebstahl oder das Ausspähen von Bankdaten. Doch die Methode der Sprengung könnte auf dem Vormarsch sein. Bereits im Juli dieses Jahres hatten Täter versucht, einen Bankautomaten in Deisenhofen zu sprengen. Auch in diesem Fall handelte es sich um Südamerikaner. Eine Verbindung zu den jetzigen Tätern gibt es bislang nicht. Ob es sich aber vielleicht um kriminelle südamerikanische Organisationen handelt, die sich diese Masche gezielt zum Metier gemacht haben, das schließt Reinhold Bergmann nicht aus. Die Hoffnung, über die Diebe an Informationen zu möglichen Hintermännern zu kommen, ist nicht groß. „Sie schweigen zur Tat, da ist nicht viel zu erwarten“, glaubt Bergmann. 

Trotzdem ist es schon mal ein großer Erfolg, dass die Täter überhaupt gefasst wurden. „Es war gut, dass die Zeugen so schnell reagiert haben und wir so keine Zeit verloren haben“, lobt Bergmann. Sonst wären die Diebe sicherlich schon über alle Berge gewesen. „Und dann wird es meist sehr schwierig, die Täter zu ermitteln“, ist Bergmanns Erfahrung. Derzeit werden DNA-Spuren, Fingerabdrücke, Handydaten und Fotos ausgewertet. Auch weitere Zeugen werden noch gesucht. Denn eventuell sind die Täter auch an anderen Örtlichkeiten aufgetaucht oder sogar für weitere Fälle verantwortlich. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München unter Tel. 089/29100 entgegen.

pk

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