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Ein Höhepunkt seiner 20-jährigen ehrenamtlichen Arbeit als Vorstand der Nachbarschaftshilfe nimmt Gestalt an: Wolfgang Kuny, der an diesem Sonntag 80 wird, freut sich aufs „Haus der Begegnung“.

"Haus der Begegnung"

Zum 80. Geburtstag erfüllt sich ein Traum

Grünwald - Mit dem "Haus der Begegnung" in Grünwald erfüllt sich für Wolfgang Kuny von der Nachbarschaftshilfe Grünwald zum 80. Geburtstag  ein Traum.

Die Bauarbeiten für das „Haus der Begegnung“ schreiten zügig voran und der spätere Haupteingang zum Sozialzentrum ist schon deutlich erkennbar. „Es ist einfach schön mitzuerleben, wie das Projekt nun Gestalt annimmt“, freut sich Wolfgang Kuny, Vorstand der Grünwalder Nachbarschaftshilfe, der an diesem Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert. Viele Jahre Vorbereitungen, unzählige Pläne und vor allem sehr viel Herzblut waren nötig, damit das „Haus der Begegnung“ nun Realität wird. Für Kuny ist es ein Höhepunkt seiner 20-jährigen ehrenamtlichen Arbeit als Vorstand der Nachbarschaftshilfe.

Begeistert geht er durch die Baustelle und zeigt, wo später einmal das Café seinen Platz haben wird, die Sozialhilfe ihre Heimat findet oder die Grünwalder Tafel ihre Räume beziehen kann. „Begonnen hat alles mit der Idee von Heinz Kress, dem früheren Vorstand des VdK Grünwald und ehemaligen Hauptamtsleiter, der sich einen Treffpunkt für alle Grünwalder quer durch sämtliche Generationen und soziale Schichten vorstellte“, erinnert sich Kuny. Daraus entstand im Lauf mehrerer Jahre ein Konzept für ein Zentrum, in dem sich viele soziale Dienste bündeln. „Dazu kam noch die Idee, Häuser für Mehrgenerationenwohnen zu errichten.“

Die Gemeinde konnte schließlich das Areal an der Tobrukstraße erwerben, 2011 gab es einen Architektenwettbewerb und 2015 folgte der Baustart für das „Haus der Begegnung“. „Für mich stand immer im Mittelpunkt, dass die Menschen aufeinander zugehen und jeder den anderen unterstützt“, betont der Vorstand der Nachbarschaftshilfe.

Kuny wurde in München geboren und zog als Jugendlicher mit seinen Eltern und den drei Geschwistern nach Grünwald. Da er schon in Schwabing bei der katholischen Jugend aktiv gewesen war, übernahm er bald auch in Grünwald eine Jugendgruppe. „Dabei sind lebenslange Freundschaften entstanden“, berichtet er. Zudem war er im Pfarrgemeinderat und begleitete 1977 die Gründung der Nachbarschaftshilfe Grünwald mit Pfarrer Siegfried Oelschlegel und Johanna Kren.

Zu dieser Zeit war er beruflich stark eingebunden und konnte das ehrenamtliche Engagement zunächst nicht aufrecht halten. „Schließlich muss auch Zeit für die Familie bleiben“, sagt der vierfache Vater. „Doch schon einen Tag, nachdem ich mit 60 Jahren in Rente ging, stand Pfarrer Oelschlegel vor meiner Tür“, schmunzelt Kuny. Als Johanna Kren nicht mehr als Vorstand der Nachbarschaftshilfe zur Verfügung stand, übernahm er das Amt: „Das ist nun 20 Jahre her.“

Seither hat sich viel getan: Ein Fahrdienst für Senioren ist entstanden, hauswirtschaftliche Hilfen wurden organisiert ebenso wie Schulweghelfer, eine Kinderbetreuung, die sich zum Tagesmütterprojekt entwickelte, wurde auf die Beine gestellt, schließlich die Grünwalder Tafel initiiert und das Ferienprogramm gemeinsam mit dem Grünwalder Freizeitpark gemacht.

„Zentrale Motivation war für mich immer, die Freude der Menschen zu unterstützen sich für ihre Mitmenschen einzusetzen und alle entsprechend zusammen zu bringen“, erklärt er.

Auch politisch ist Kuny aktiv und sitzt seit 2002 für die CSU im Gemeinderat. „Trotzdem werde ich jetzt kürzertreten und gebe das Amt als Vorstand der Nachbarschaftshilfe auf.“ Schließlich möchte er sich endlich mal seinen Hobbys widmen, schmunzelt er verschwörerisch.

Gemeint ist seine Liebe zur Heimatkunde, die er schon seit vielen Jahren pflegt. So trieb er voran, dass die keltischen Artefakte, die beim Bau der Tiefgarage entdeckt wurden, untersucht und katalogisiert werden. Ebenso initiierte er das Modell der Grünwalder Burg, das jetzt im Burgmuseum zu sehen ist. Und er entdeckte, dass die „hässlich übermalte“ Madonnenstatue, die zur Fronleichnamsprozession getragen wurde, eigentlich eine wertvolle spätgotische Madonna ist, die daraufhin restauriert wurde und nun in St. Peter und Paul steht.

Birgit Davies

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