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Zwei Schwestern, viel Selbstgemachtes: Gerlinde Safran (Mitte) und Martha Killiches (r.) bieten Marmelade und Socken an – und haben dazu auch Zeit für ein Gespräch.

Hobby- und Kunsthandwerkermarkt Pullach

400 Gläser Marmelade in einem Jahr

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Pullach - An die Wiesn erinnerte der Markt vor dem Bürgerhaus.  70 Aussteller boten Waren, zum Teil sehr kuriose.

Gleich beim Eingang stand Harold Schwagereit, der Erfinder der Traditionsveranstaltung, ehemals Inhaber eines Elektrogeschäfts – und begrüßte, wen er kannte, persönlich. Er kannte viele. 

Weil Schwagereit nicht nur den Markt organisiert, sondern weil er auch mithilft beim „Isartaler Tisch“ und außerdem, auch dies einmal im Jahr, eine Skireise in die Dolomiten organisiert.  „Kauf fei gscheit ein!“, motivierteer viele Bekannte. 

Schließlich sollte sich ja das Kommen für die Aussteller auch lohnen. Standgebühren und Eintrittsgelder (einen Euro pro Person) gehen an den Pullach-Sollner Club, in dem sich von der evangelischen Kirche aus regelmäßig Behinderte und Nichtbehinderte treffen. 

Jede Menge Selbstgestricktes, Selbstgenähtes, Selbstgefilztes, Glas- und Drechselarbeiten, außerdem Schmuck, unter anderem auch König-Ludwig-Ohrringe, konnte man am Isarhochufer erwerben. 

Christine Weissenseel verkaufte ihre sehr schönen, künstlerisch wertvollen Keramik-Arbeiten. Während um sie herum Dinge angeboten wurden, von denen man gar nicht wusste, dass man sowas brauchen könnte. Zahnbürstentäschchen etwa, sehr liebevoll aus bunten Stoffen genäht. 

Inmitten der Besucher, die sehr entspannt herumschlendern konnten, waren an ihrem Stand Gerlinde Safran und Martha Killiches einerseits bester Dinge, andererseits aber auch wieder nicht: Die beiden sind Schwestern, was man deutlich sehen konnte, seit gut 20 Jahren verkaufen sie in Pullach selbst gestrickte Socken und selbst gekochte Marmelade. Sie haben ihre Stammkunden, weshalb sich der Hobbykünstlermarkt für sie auf jeden Fall rentiert.

Aber die Leute, bemängelten sie, seien nicht mehr so kauffreudig wie früher, „viele laufen mit den Händen in den Hosentaschen einfach überall vorbei“, ärgerte sich Gerlinde Safran. Derweil erzählte ihre Schwester, die ebenfalls in Pullach wohnt, dass sie im Jahr 400 Gläser Marmelade einkocht, „30 Sorten“. Sie kombiniert dabei zum Beispiel Pflaumen und Quitten, Birne und Weichselkirschen, Sauerkirschen und Holler. Und wer sich dafür interessierte, dem gab sie gerne ein Rezept mit für die Holundercremetorte, die sie selbst schon zweimal gemacht hat und die allerbestens ankam bei den Mitessern. Den Holundersirup, den man dafür braucht, hatte sie natürlich auch da.

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