Auf dem Gelände des FC Deisenhofen sind eine dreiteilige Sitztribüne an der östlichen Seite des Spielfelds sowie eine Stehtribüne an der Südwestecke geplant.
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Auf dem Gelände des FC Deisenhofen sind eine dreiteilige Sitztribüne an der östlichen Seite des Spielfelds sowie eine Stehtribüne an der Südwestecke geplant.

Vorbereitungen auf die Regionalliga

Hoffen auf volle Ränge: FC Deisenhofen darf Zuschauertribüne bauen

  • Birgit Davies
    vonBirgit Davies
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Der FC Deisenhofen hofft auf einen Aufstieg in die Regionalliga in diesem Jahr und bereitet sich darauf vor. Denn um gegenüber dem Fußballverband einen zuverlässigen Spielbetrieb mit einer möglichen Zuschauerzahl von 2500 Personen nachweisen zu können, um die nötige Lizenz zu erhalten, braucht es Tribünen.

Deisenhofen - Der Verein plant eine dreiteilige Sitztribüne an der östlichen Seite des Spielfelds sowie eine Stehtribüne an der Südwestecke aufzubauen. Mit der Erteilung der erforderlichen Genehmigung von Seiten der Gemeinde befasste sich daher der Bau- und Werkausschuss jetzt in seiner Sitzung. Wie Martin Schmid (CSU), der Vorsitzender des FC Deisenhofen ist und daher an der anschließenden Abstimmung nicht teilnahm, den Gemeinderäten darlegte, besteht bereits ein Sicherheitskonzept mit Flucht- und Rettungsweg sowie ein Brandschutzkonzept. Auch ein Lärmschutzgutachten liegt vor.

Lösungen für das Parkplatzproblem

Bezüglich der Stellplätze ist nach Absprache mit dem Landratsamt von einem Bedarf von rund 200 Parkplätzen auszugehen, die aber nicht direkt vor Ort nachgewiesen werden können. Zudem wäre es nach Ansicht der Verwaltung unverhältnismäßig, eine so große Anlage für letztlich 18 Spieltage vorzuhalten. Daher hat der Verein ein Konzept entwickelt, das öffentliche Parkplätze im Gewerbegebiet sowie auf dem Gelände der benachbarten Firma Bürklin vorsieht. Dies ist nach der Vorstellung des FC Deisenhofen ohne Probleme möglich, da die Spiele samstags stattfinden. Mit Bürklin besteht zudem eine entsprechende Vereinbarung. „Wir rechnen außerdem damit, dass höchstens zu Spitzenspielen so viele Zuschauern kommen, in der Regel werden es rund 500 Leute sein“, sagte Schmid.

Kosten trägt der Verein selbst

Claus Katzer (Grüne) warf ein, dass die Regionalliga semi-professionell ist und oftmals Spieler bezahlt und die Gemeinde daher entscheiden muss, wie sie dazu grundsätzlich steht. Dazu erklärte Bürgermeister Stefan Schelle (CSU), dass die Gemeinde seit jeher für keinen Sportverein eine Sportförderung macht, sondern sich ausschließlich um die räumlichen Bedingungen kümmert.

Schmid fügte hinzu, dass die Spieler kein Gehalt bekommen, sondern nur eine Punkteprämie, die „zum größten Teil von Sponsoren kommt“. „Wir können uns freuen, dass wir trotzdem Spieler gewinnen und diese gerne bei uns sind.“ Er berichtete, dass die Kosten für die Tribünen komplett vom Verein selbst getragen werden, der mit Hilfe eines Crowdfundings für diesen Zweck die stolze Summe von 30 000 Euro erzielt hat. Die Errichtung der Tribünen wurde mit sechs zu zwei Gegenstimmen der Grünen genehmigt.  

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