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Über die Einweihung der Räume für die Nachbarschaftshilfe freuen sich (v.l.) Kassier Sandy Hochmuth, 3. Vorsitzender Manfred Willi, 2. V orsitzender Franziska Müller, Bürgermeister Stefan Schelle, Vorsitzende Sabine Mühlbauer, Pfarrer Josef Schlossnikel und Pfarrer Karsten Schaller.

Einheimischen-Projekt der Nachbarschaftshilfe

Hoher Stellenwert der Nächstenliebe

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„Nun ist es endlich so weit“, freute sich Sabine Mühlbauer, Vorsitzende der Oberhachinger Nachbarschaftshilfe jetzt zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten in der Wohnanlage im Rahmen des Einheimischen-Projekts an der Kyberg Straße.

Oberhaching – Lange hatte sich die Nachbarschaftshilfe um mehr Platz bemüht, um den Büroalltag leichter zu managen. Jetzt können auch persönliche Belange mit Bürgern diskret in eigenen Räumen geführt und in einem Veranstaltungsraum Kurse und Vorträge angeboten werden.

Auf knapp 200 Quadratmetern gibt es zwei Büros, ein Besprechungszimmer sowie einen Gemeinschaftsplatz mit Küche und den Veranstaltungsraum. „Der ist schon bestens gebucht mit der Herbstwind-Gruppe, der Bastel- und der Veeh-Harfen-Gruppe“, freut sich Mühlbauer. Zudem sind dort in der Zukunft einmal im Monat ein Senioren-Café geplant sowie Kino-Nachmittage. Da im Erdgeschoss des Gebäudes die Demenz-WG der Maro-Genossenschaft ihre Heimat gefunden hat, hofft man hier nicht nur auf gute Nachbarschaft, sondern auch Synergieeffekte. „Es wäre schön, wenn wir Anknüpfungspunkte finden“, meinte Vlasta Beck, Koordinatorin der frisch eröffneten Demenz-WG.

Mühlbauer erinnerte die Gäste daran, dass die Nachbarschaftshilfe bereits seit 45 Jahren besteht und die Aufgabenbereiche seither stetig gewachsen sind. Dazu gehören heute der Kinderpark, die Kindertagespflege, der Hachinger Tisch, ein Begleitdienst, ein großes Hilfsmittellager, das Projekt Kulturpartner, die Senioren- und Krankenbetreuung sowie die Bastelgruppe und Behinderten-Freizeiten. „Wir haben jetzt moderne Räumlichkeiten, Ideen für neue Projekte können sich entwickeln, doch der fürsorgliche Blick auf den Einzelnen und einzuspringen in Notsituationen bleibt unser Fokus“, betonte Mühlbauer.

Bürgermeister Stefan Schelle lobte das ehrenamtliche Engagement der rund 70 aktiven Helfer. „Hier wurde nie ein Geschäftsmodell gesucht, sondern stets der Blick auf die Bedürfnisse der Menschen gerichtet.“ Nach seinen Worten bietet die Nachbarschaftshilfe unkomplizierte Unterstützung. Sie sei eine Anlaufstelle in schwierigen Lebenslagen für alle Bürger. Die Kosten für den Bau der Räume für die Nachbarschaftshilfe sowie der sechs gemeindlichen Wohnungen im selben Haus beläuft sich insgesamt auf rund drei Millionen Euro.

Zur Segnung der Räume betonten Pfarrer Karsten Schaller von der Evangelischen Kirchengemeinde Zum guten Hirten und Pfarrer Josef Schlossnikel vom Katholischen Pfarrverband den zentralen Stellenwert der Nächstenliebe, die nach ihren Worten „bei der Nachbarschaftshilfe konkret gelebt wird“.

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