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Gymnasium soll in Sauerlach gebaut werden

Klares Votum für Schulcampus Oberhaching

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FOS/BOS und Realschule in Oberhaching, ein Gymnasium in Sauerlach: So will es der Kreisausschuss. Er  richtet einen klaren Appell an Sauerlach.

Sauerlach/Oberhaching– Der Landkreis will das ganze Paket: FOS/BOS und Realschule in Oberhaching und ein Gymnasium in Sauerlach. In aller Deutlichkeit hat der Kreisausschuss für einen Schulcampus nahe dem Bahnhof Deisenhofen plädiert. Ein Gymnasium in Sauerlach soll dem sich ankündigenden Engpass nach der Einführung von G9 entgegenwirken. Mit großem Nachdruck legte der Ausschuss der Gemeinde die Bewerbung ans Herz. Dem Beschluss für eine Fach- und Berufsoberschule in Oberhaching ist eine Empfehlung beigefügt, die die Zustimmung aller Fraktionen signalisiert. Ein größerer Wink mit dem Zaunpfahl ist nicht möglich bei einem Thema, das nicht mal auf der Tagesordnung stand.

Mehr als ein Wink stellt das klare Bekenntnis für eine Realschule in Oberhaching dar. Der Kreis will den Campus aus Realschule und FOS/BOS. Mit Blick auf die Schulbedarfsplanung hält der Kreis an der zweiten Realschule für den Süden fest. Zur Disposition stehen wiederum Sauerlach und Oberhaching. Beide Gemeinden verfügen über einen S-Bahnanschluss und ein geeignetes Grundstück. Nachdem Oberhaching mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nächster Standort für eine FOS/BOS wird, darf die Gemeinde auch mit der Realschule rechnen. Die Fraktionen sind sich einig, die Synergieeffekte eines Campus’ nutzen zu wollen. Nur eine Mensa wäre nötig, ein Pausenhof, eine Turnhalle. Landrat Christoph Göbel (CSU) betonte: „Ich halte den Campus für sinnvoll.“ Am Montag, 25. September, entscheidet der Kreistag.

Schulstandort der Herzen ist aber eindeutig Sauerlach. Vorzüge der Mitkonkurrenten vermag die Gemeinde durch eigene Qualitäten zu parieren. Eine koordinierte Initiative des Kultusministeriums, des Miesbacher Landkreises und der Leitung der überlasteten FOS/BOS Holzkirchen gab den Ausschlag zu Gunsten Oberhachings.

Die Sympathien für Sauerlach reichen insbesondere in der SPD so weit, dass die Fraktion ihr Votum für Oberhaching aus dem Schulausschuss vor einer Woche umwandeln wollte in eine Empfehlung für Sauerlach. So würde der ländliche Raum gefördert, warb Vize-Fraktionschefin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) für ein Umdenken. Doch wegen offenkundig problematischer Besitzverhältnisse in Sauerlach wegen blieb die SPD bei Oberhaching als FOS/BOS-Standort. Während das Grundstück in Oberhaching der Gemeinde bereits gehört, stellt der private Eigner in Sauerlach Bedingungen für einen Verkauf. Dem Münchner Merkur liegen Informationen vor, wonach die Gemeinde sich verpflichten soll, größere Flächen im Bereich einer künftigen Schule als Wohngebiet zu entwickeln.

Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) bedauerte auf Nachfrage die sich ankündigende Entscheidung für Oberhaching. Der Grundeigner hätte die Gemeinde sicher unterstützt. Ob Sauerlach das Areal trotzdem kauft und für ein Gymnasium bewirbt, sei nun Sache des Gemeinderats, sagt Bogner.  

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