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Gekonnt spielen sich die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf und BFV-Präsident Rainer Koch in der Sportschule Oberhaching den Ball zu. Auch mit Worten. 

Der Bayerische Fußballverband tritt der Klima-Allianz bei

Königstransfer für den Klimaschutz

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Der Bayerische Fußballverband (BFV) ist als 41. Partner der Bayerischen Klima- Allianz beigetreten. Bayerns Umweltministern Ulrike Scharf und BFV-Präsident Rainer Koch unterzeichneten gestern in der Sportschule Oberhaching die gemeinsame Erklärung.

Oberhaching – Die Bayerischen Klima-Allianz und die Bayerische Staatsregierung verfolgen Klimaschutzziele. So soll in erster Linie das Bewusstsein für das Thema Klimaschutz gestärkt werden. Zudem stellt die Allianz Informationen bereit und zeigt Handlungsmöglichkeiten. Dabei sollen Projekte entstehen, die das Verständnis für einen nachhaltigen Umgang mit knappen Ressourcen wecken und klimafreundliches Verhalten fördern. Mit dem BFV und seinen 4600 Vereinen und 1,6 Millionen Mitgliedern hat die Klima-Allianz einen gewichtigen Partner ins Boot geholt. „Der Bayerische Fußball-Verband ist ein Königstransfer für den Klimaschutz. Gemeinsam verankern wir den Klimaschutz noch stärker als bisher in der Mitte der Gesellschaft Das runde Leder ist das ideale Transportmittel für das wichtige Thema Klimaschutz“ sagte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf gestern in der Sportschule Oberhaching.

„Bayerische Fußballvereine stehen für ehrenamtliches Engagement, soziale Verantwortung und eine nationenübergreifende Gemeinschaft. Mit unserem Beitritt zur Bayerischen Klima-Allianz werden wir für Maßnahmen im Klimaschutz sensibilisieren und motivieren. Dabei können wir auf ein breites Netzwerk ehrenamtlicher Funktionäre zurückgreifen“, erklärte BFV-Präsident Rainer Koch. Der Fokus des BFV liegt darauf, als größter DFB-Landesverband Vorbild und Multiplikator bei Klimaschutzmaßnahmen und Umweltbildung zu sein. „Wir haben jedes Wochenende rund 15 000 Spiele. Wir können die Menschen also spielerisch für dieses Thema sensibilisieren“, sagte Koch.

Energiesparmöglichkeiten haben die bayerischen Vereine zuhauf. Man denke nur an die zahllosen Flutlichtanlagen. Berechnungen haben ergeben, dass die Umrüstung einer herkömmlichen Flutlichtanlage auf LED-Technik über 80 Prozent Energie einsparen kann. Zudem haben die Vereine zum Beispiel die Möglichkeit, Photovoltaik-Anlagen zu errichten, ihr Wasser-Management zu optimieren (was in Zeiten des Klimawandels und den zu erwartenden trockeneren Sommern immer wichtiger wird) und energiesparender zu heizen.

Bei seinen Gebäuden und insbesondere in der Sportschule Oberhaching (hier ist der BFV 50-prozentiger Eigentümer) setzt der BFV bereits auf energetische Optimierung – zum Beispiel durch den Einsatz von LED-Technik bei den Flutlichtanlagen, Solartechnik und Geothermie. Durch die Modernisierungsmaßnahmen hat sich an der Sportschule der CO2-Ausstoß mittlerweile um jährlich 985 Tonnen reduziert. Koch: „Fußball ist nicht nur ein 1:0.“

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